Stadtlandschaft

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Stadtlandschaft wird im geographischen Verständnis zumeist als Unterkategorie der Kulturlandschaft betrachtet.

In der Bildenden Kunst versteht man die Stadtlandschaft analog als ein Sujet aus der Landschaftsmalerei, wonach nicht die Landschaft als unberührte Natur, sondern die an sich künstliche Umgebung der Stadt darstellt wird. Werke dieses Genres lässen sich weiter unterteilen in

  • die Vedute, die ein Stadtpanorama abbildet, meist mit Blick auf einen Fluss, einen Kanal, einen Platz oder eine Straße, die den Blick linearperspektivisch in die Tiefe ziehen,
  • Bilder, die die Schnittstelle von Stadt und Land zum Thema haben und die zwei Sujets Vedute und Landschaft verbinden, und
  • das städtische Interieur, in dem der Bildausschnitt auf nur wenige Bauten eingeschränkt ist.

Die ersten vedutenartigen Stadtpanoramen entstanden auf Graphiken des Spätmittelalters nördlich der Alpen, vor allem in den Niederlanden und Deutschland. In der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts tauchten Stadtlandschaften des zweiten und dritten Typs zuerst im Gemälde auf. Ihren Siegeszug trat im 18. Jahrhundert vor allem die venezianische Vedute an.

Weitere Verwendungen[Bearbeiten]

  • Die Stadtlandschaft war ein Leitbild im Städtebau des 20. Jahrhunderts.
  • Als literarischer Begriff dient er zur ästhetischen oder situativen Beschreibung moderner städtischer Räume.

Siehe auch[Bearbeiten]