Stefan Erdmann

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Stefan Erdmann (* 22. Februar 1966[1] in Hannover) ist Autor verschwörungstheoretischer Bücher und Leiter eines Senioren- und Pflegeheims. Er unternahm zahlreiche Reisen und Expeditionen durch Ägypten, Ostafrika und den Himalaya.

Leben[Bearbeiten]

Stefan Erdmann lebt seit 1968 in Hagenburg am Steinhuder Meer. Er ist gelernter Heilerzieher, arbeitet aber seit 1993 als Autor. Seine Bücher über Verschwörungstheorien und Esoterik ließ er durch Jan Udo Holeys Buchverlag publizieren. Nebenbei baute er ein bäuerliches Anwesen seines Großvaters aus dem Jahre 1884 in ein Senioren- und Pflegeheim mit 100 Plätzen um, für das er als Geschäftsführer tätig ist.

Inhalt seiner Bücher[Bearbeiten]

Erdmann mischt Thesen Erich von Dänikens, der Freimaurererverschwörung um die Illuminati und über die Bundeslade.[2] Über Dänikens Auffassung hinausgehend, dass Außerirdische die ersten Kulturbringer seien und neben Wissen auch Bauten hinterlassen hätten, nennt Erdmann auch die Namen der möglichen „Götter“, die einst die Erde besucht hätten. So sollen nach seinen Quellen Atlanter und Annunaki die wichtigsten Außerirdischen sein, die in das Geschehen der Erde eingegriffen haben.[2] Außerdem vertritt Erdmann die Thesen, dass die biblischen Figuren David, Salomon und Jesus Pharaonen seien und die Autoren der Bibel die Geschichten extra manipuliert hätten, um ihren Schriften die passenden Geschichten zu geben. Dazu sagt er selbst in seiner Biographie:[3]

„...Es ist heute wissenschaftlich erwiesen, dass es die großen Königreiche Davids und Salomons, so wie sie in der Bibel beschrieben werden, wahrscheinlich gar nicht gegeben hat, wenn überhaupt handelte es sich dabei um unbedeutende Randbezirke. Genauso wenig hat es nie einen „Auszug aus Ägypten“ gegeben. Bei David und Salomon handelte es sich sehr wahrscheinlich um die ägyptischen Pharaonen Tuthmosis III. und Amenophis III..“

Jedoch zweifelt er keineswegs an der Existenz Jesu, sondern nur an der seiner Geschichte und verweist auch auf das Verbot einer Herkunftsanalyse des Pharao Tutenchamun.[4]

Einen besonderen Schwerpunkt bildet in Banken, Brot und Bomben - Band 2 die juristische Situation Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg (siehe dazu: Rechtslage des Deutschen Reiches nach 1945). Hierzu sagt Erdmann auf seiner Website selber:

„...Es ist schon unglaublich, dass es gelingen konnte, in einem Zeitraum von nur zwei Generationen ein ganzes Volk zu politischen Dummköpfen zu erziehen, und dass heute kaum ein Bundesbürger über die juristische Situation der BRD auch nur ansatzweise informiert ist – vielleicht ist es aber auch besser so.“

Erdmann beruft sich in seinem Buch Geheimakte Bundeslade auf die antisemitische Textsammlung Protokolle der Weisen von Zion als vermeintlichen Beweis für eine angestrebte „Neue Weltordnung“ und vertritt die These, diese seien „unzweifelhaft“ „bereits zu großen Teilen umgesetzt“. Das Werk ist im Jahre 2005 im Verlag ama deus erschienen, der auch die verschwörungstheoretischen Bücher des Verlagsinhabers Jan Udo Holey verlegt. Erdmann und Jan Udo Holey (Pseudonym Jan van Helsing) verfassten gemeinsam das Werk Die Jahrtausendlüge.

Skandal um Königskartusche in Ägypten[Bearbeiten]

Im November 2013 wurde bekannt, dass er und zwei Hobby-Archäologen, darunter Dominique Görlitz, im April 2013 bei einem Besuch der ägyptischen Cheops-Pyramide ohne Genehmigung Spuren von der Decke der Königskammer und Farbreste der Bemalung einer darüber befindlichen Entlastungskammer abgekratzt und diese illegal aus Ägypten ausgeführt und nach Dresden verbracht hatten[5]. In der Folge kam es zu einem Strafverfahren, das derzeit (September 2014) noch schwebt[6].

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Bücher:

Hörbücher:

Filme:

Quellen[Bearbeiten]

  1. Autorenportal auf secret.TV
  2. a b Geheimpolitik und verbotenes Wissen - Interview mit Stefan Erdmann. CD 2, ISBN 3-938656-02-6.
  3. [1]
  4. Geheimpolitik und verbotenes Wissen - Interview mit Stefan Erdmann. CD 1 und 3, ISBN 3-938656-02-6.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAnna-Katharina Blaß: Protest aus Ägypten – Deutsche Hobbyforscher kratzen Proben aus der Cheops-Pyramide. spiegel.de, 21. November 2013, abgerufen am 21. November 2013.
  6. Prozess gegen Deutsche wegen Proben aus Cheops-Pyramide. Abgerufen am 14. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]