Tertius

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Dieser Artikel behandelt die Sandbank in der Helgoländer Bucht. Zur historischen Bezeichnung für einen Angehörigen der Leitung einer höheren Schule siehe Subrektor.
Tertius mit Seehunden
Tertius (von SW), rechts Trischen, im Hintergrund Norderdithmarschen

Tertius oder auch Tertiussand ist eine Sandbank in der Helgoländer Bucht vor der Küste Dithmarschens. Früher war Tertius ein Hochsand, ist aber seit Jahrzehnten häufig überflutet und besitzt daher keine Vegetation. Das Gebiet ist wie andere Hochsände oder überflutete Sandbänke keiner Gemeinde und keinem Landkreis zugeordnet. Aktuelle Satellitenbilder zeigen keine trockenfallende Sandfläche, wie für Hochsände typisch, sondern seichtes Meeresgebiet.

Tertius liegt etwa 10 Kilometer westlich des Badeortes Büsum in der Meldorfer Bucht und unterliegt wie die anderen unbefestigten Inseln, Hochsände und Sandbänke an der Westküste Schleswig-Holsteins einer stetigen Ostwärtswanderung. Im Süden befindet sich die Insel Trischen, im Nordosten der Hochsand Blauort. Tertius und die gleichnamige umgebende Plate (Sandbank) Tertiussand wird vom Gezeitenstrom Piep umschlossen, der die Zufahrt zum Hafen von Büsum ermöglicht und sich hier seewärts in den Norderpiep und den Süderpiep aufteilt.

Auf der Sandbank rasten neben Seevögeln zahlreiche Robben, so dass von Büsum aus Ausflugsfahrten nach Tertius angeboten werden. Ein Betreten der im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gelegenen Sandbank, die nicht in der Schutzzone I liegt, ist nur unter Auflagen möglich. Einziges Bauwerk auf Tertius ist eine Bake, die als optisches Seezeichen dient.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tertius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

54.1333333333338.7Koordinaten: 54° 8′ N, 8° 42′ O