The Odd Couple

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Dieser Artikel behandelt das Album The Odd Couple des Duos Gnarls Barkley. Für die im Original gleichnamige Filmkomödie siehe Ein seltsames Paar, für die auf dem Film basierende Fernsehserie siehe Männerwirtschaft.
The Odd Couple
Studioalbum von Gnarls Barkley
Veröffentlichung 4. April 2008
Label Warner Music Group
Genre Alternative, Hip-Hop, Soul
Anzahl der Titel 13
Laufzeit 39:11 min
Produktion DJ Danger Mouse
Chronologie
St. Elsewhere
(2006)
The Odd Couple

The Odd Couple ist der Name des zweiten Albums des Alternativeduos Gnarls Barkley. Es wurde im März, in Deutschland im April 2008 veröffentlicht und ist nach der Filmkomödie Ein seltsames Paar benannt.[1][2]

Über das Album[Bearbeiten]

Nachdem The Odd Couple bereits Anfang März 2008 geleakt wurde, wurde die ursprünglich für April angedachte Veröffentlichung um zwei Wochen vorverschoben. Digital war das Album bereits eine Woche zuvor erhältlich. Im April veröffentlichte Gnarls Barkley das Album als Instrumentalversion kostenlos im Internet, allerdings rückwärts unter dem Titel elpuoC ddO ehT.[3]

Wie sein Vorgänger St. Elsewhere ist The Odd Couple inhaltlich sehr düster, die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt Cee-Lo Greens Texte als „pessimistisch-misanthrop“ und von „Unsicherheit, Schutzlosigkeit und Selbstzweifel“ geprägt.[1] In „Would Be Killer“ nimmt er die Rolle eines potenziellen Amokläufers, in „Whatever“ die eines frustrierten Teenagers ein, „Neighbors“ handelt vom oberflächlichen Neid seines Nachbarn. Positiver sind die Inhalte etwa von „Going On“ oder „Blind Mary“, in dem Cee-Lo die Liebe zu einer blinden Frau, die ihn nicht nach seinem Äußeren beurteilt, beschreibt. Musikalisch ist The Odd Couple ebenfalls weitgehend melancholisch bis depressiv gehalten und „hat entschieden mehr mit Big Beat und in seinen ruhigeren Momenten mit Triphop zu tun als mit der Ästhetik des zeitgenössischen, nordamerikanischen Hiphop und R & B.[1] Erneut wurden sowohl Samples als auch Musikinstrumente integriert und die Spieldauer zumeist kurz gehalten.

Singles[Bearbeiten]

Als Leadsingle von The Odd Couple fungierte das Lied „Run (I'm a Natural Disaster)“, das bereits im Januar 2008 im Internet auftauchte. Seine höchste Chartposition verbuchte „Run“ in Bulgarien mit Platz 26,[4] in England landete der Song auf Platz 32. Das Musikvideo, in dem Justin Timberlake einen Cameo-Auftritt hat, durfte in Großbritannien aufgrund einer erhöhten Epilepsie-Gefahr durch ineinander fließende geometrische Formen und Linien anfangs nicht ausgestrahlt werden. Die Effekte wurden nachträglich abgemildert.[5] Das Video gewann zwei MTV Video Music Awards.

Titelliste
  1. Charity Case
  2. Who's Gonna Save My Soul
  3. Going On
  4. Run (I'm a Natural Disaster)
  5. Would Be Killer
  6. Open Book
  7. Whatever
  8. Surprise
  9. No Time Soon
  10. She Knows
  11. Blind Mary
  12. Neighbors
  13. A Little Better

Die weiteren Singles „Going On“ und „Who's Gonna Save My Soul“ blieben kommerziell weitgehend unbemerkt. „Going On“ konnte sich in Kanada (Platz 52)[6] und den USA (Platz 88) in den Charts platzieren. Das Video zu „Who's Gonna Save My Soul“ ist bei den Grammy Awards 2009 als Bestes Musik-Kurzvideo nominiert.

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

The Odd Couple wurde weitgehend eher positiv, aber schlechter als St. Elsewhere aufgenommen. Es hat einen Metascore von 76 Punkten.[7]

Für die Rezensentin des E-Zines laut.de dränge sich ein Vergleich mit Fahrstuhlmusik auf. Die Musik wird als „wellenförmiges Lärmgemansche“ bezeichnet und das Album mit zwei von fünf Punkten bewertet. Lediglich die schnelleren Songs „Going On“ und „Run“ werden positiv hervorgehoben.[8]

The Odd Couple is even doomier [than „Crazy“] — it's like the laugh from „Crazy“ stretched out into a whole album of paranoid bad weed vibes. Thanks to Danger Mouse, the album has the always unpredictable sonic brilliance of their first collaboration, St. Elsewhere, even when the songwriting misses the mark. They don't try for any crowd-pleasing pop energy — instead, Danger Mouse filters Cee-Lo's gospel-trained voice through alien studio effects over druggy, distorted funk loops for the kind of sound they called „trip-hop“ back in the Nineties. […] This time, Gnarls don't want anybody to miss how bummed out they are.[9]

Rolling Stone (3,5 von 5 Punkten)

Der All Music Guide bemängelt den Mangel an Innovation des Albums, sowohl musikalisch als auch textlich wiederhole Gnarls Barkley sich zumeist. Er vergibt dreieinhalb von fünf Punkten an The Odd Couple.[10]

„[…] it's exactly like St. Elsewhere, and fails to reveal a single new thing. All the hallmarks of a follow-up record are here -- similar sounds and themes, for sure, but also a clear lack of innovation, lyrical and production touches that have since become clichés, and more than just a few passages that will prompt a severe case of listener déjà vu.“

Charts[Bearbeiten]

Weder das Album, noch seine Singles konnten sich international in den Top Ten platzieren und an den Erfolg von St. Elsewhere anknüpfen.

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkung
DE AT CH UK US
2008 The Odd Couple 58 32 16 19 12 Erstveröffentlichung (DE): 4. April 2008
2008 Run (I'm a Natural Disaster) 72 51 65 32 - Erstveröffentlichung (DE): 28. März 2008
2008 Going On - - - - 88

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c FAZ.NET: „Im Dickicht der Fette“, 7. April 2008
  2. „Gnarls Barkley | Männerwirtschaft“, 11. Juli 2008
  3. laut.de: „Gnarls Barkley: Kostenloses Album zum Rückwärtshören“, 18. April 2008
  4. Chartplatzierungen von „Run“
  5. laut.de: „Gnarls Barkley: Neues Video verursacht Epilepsie“, 6. März 2008
  6. „Chartplatzierungen von „Going On“
  7. Metacritic: gesammelte Kritiken des Albums
  8. laut.de: Rezension des Albums
  9. Rolling Stone: Rezension des Albums, 17. April 2008
  10. All Music Guide: Rezension des Albums