Ulrich Brand

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Ulrich Brand (* 15. April 1967 in Mainau)[1] ist Politikwissenschaftler und seit September 2007 Universitätsprofessor für Internationale Politik an der Universität Wien. Er arbeitet an einem Forschungsschwerpunkt zu internationaler Ressourcen- und Umweltpolitik.[2]

Leben[Bearbeiten]

Brand studierte zunächst Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt auf Tourismus an der Berufsakademie Ravensburg. Das Studium beendete er 1989 mit dem Diplom. Anschließend nahm Brand ein Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main auf, das ihn auch nach Berlin und Buenos Aires führte. Auch dieses Studium endete 1996 mit dem Diplom. Im Jahr 2000 wurde Ulrich Brand über Verhältnis von Staat und Nichtregierungsorganisationen in der internationalen Umweltpolitik promoviert. 2006 folgte die Habilitation an der Universität Kassel zum Thema Die politische Form der Globalisierung. Soziale Kräfte und Institutionen im internationalisierten Staat.

Er ist aktiv im Arbeitsschwerpunkt Weltwirtschaft der Bundeskoordination Internationalismus (BuKo) sowie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland. Seit Mai 2011 ist er Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik.

Brand ist u. a. Mitglied der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung sowie der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft. In dieser Vereinigung fungiert er als Sprecher der Sektion Politik und Ökonomie. Zudem ist er Mitglied des Kuratoriums des Institut Solidarische Moderne.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  •  Chiapas und die Internationale der Hoffnung. Neuer ISP-Verlag, Köln 1997, ISBN 3-929008-34-3.
  •  mit Ana E. Cecena (Hrsg.): Reflexionen einer Rebellion. „Chiapas“ und ein anderes Politikverständnis. 2. Auflage. Westfälisches Dampfboot, Münster 2000, ISBN 3-89691-460-X.
  •  Nichtregierungsorganisationen, Staat und ökologische Krise. Konturen kritischer NRO-Forschung. Das Beispiel der biologischen Vielfalt. Westfälisches Dampfboot, Münster 2000, ISBN 3-89691-473-1.
  •  mit Achim Brunnengräber und Lutz Schrader: Global Governance. Alternative zur neoliberalen Globalisierung?. Westfälisches Dampfboot, Münster 2000, ISBN 3-89691-471-5.
  •  mit Sabah Alnasseri, Thomas Sablowski und Jens Winter: Raum, Regulation und Periodisierung des Kapitalismus. In: Das Argument. 239, 43. Jg, Heft 1, 2001, ISSN 0004-1157, S. 23–42.
  •  mit Alex Demirovic, Christoph Görg und Joachim Hirsch: Nichtregierungsorganisationen in der Transformation des Staates. Westfälisches Dampfboot, Münster 2001, ISBN 3-89691-493-6.
  •  mit Christoph Görg (Hrsg.): Mythen globalen Umweltmanagements. Rio + 10 und die Sackgassen "nachhaltiger Entwicklung". Westfälisches Dampfboot, Münster 2002, ISBN 3-89691-596-7, (Einsprüche 13).
  •  mit Werner Raza (Hrsg.): Fit für den Postfordismus? Theoretisch-politische Perspektiven des Regulationsansatzes. Westfälisches Dampfboot, Münster 2003, ISBN 3-89691-529-0.
  •  mit Christoph Görg, Karin Blank, Joachim Hirsch und Markus Wissen: Postfordistische Naturverhältnisse. Westfälisches Dampfboot, Münster 2003, ISBN 3-89691-540-1.
  •  Gegen-Hegemonie. Perspektiven globalisierungskritischer Strategien. VSA, Hamburg 2005, ISBN 3-89965-116-2.
  •  Globale Umweltpolitik und Internationalisierung des Staates: Biodiversitätspolitik aus strategisch-relationaler Perspektive. Westfälisches Dampfboot, Münster 2009, ISBN 978-3-89691-768-3.
  •  mit Eva Hartmann undCaren Kunze (Hrsg.): Globalisierung, Macht und Hegemonie: Perspektiven einer kritischen Internationalen Politischen Ökonomie. Westfälisches Dampfboot, Münster 2009, ISBN 978-3-89691-757-7.
  •  Post-Neoliberalismus?: Aktuelle Konflikte und gegenhegemoniale Strategien. VSA, Hamburg 2011, ISBN 978-3-89965-424-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Große Köpfe für große Fragen, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 5/11
  2. Der Wiener Politikwissenschafter Ulrich Brand will eine Debatte um den westlichen Lebensstil anstoßen. In: Der Standard. 26. November 2009.