Umstrukturierung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Restrukturierung oder Umstrukturierung oder Turnaround ist ein Vorgang hauptsächlich in Wirtschaftsunternehmen oder Institutionen, um die aktuellen Geschäftsprozesse und betrieblichen Strukturen neu zu gestalten, meistens mit dem Ziel, das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu verbessern. In der Regel setzt sich eine Umstrukturierung aus mehreren einzelnen Umstrukturierungsmaßnahmen zusammen, deren Zusammenwirken das Ziel erreichen soll.

Verbreitete Umstrukturierungsmaßnahmen sind unter anderem:

  • Ausgliedern (Outsourcing) von Geschäftsbereichen, bzw. Abteilungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, bzw. über lange Zeit verlustbehaftet sind. Ziel: Vermeidung von Verlusten.
  • Analyse, dann Neugestaltung der internen geschäftlichen Abläufe mit dem Ziel, Zeit und Kosten zwischen Auftragseingang und Auslieferung zu verkürzen.
  • Änderung der Marktausrichtung, des Geschäftsmodells, des Produktspektrums. Ziel: Marktfähigerer Produktmix, Umsatz- und Gewinnsteigerung.

Umstrukturierung oder Restrukturierung ist heute auch ein verbreiteter Euphemismus für die Entlassung oder auch Massenentlassung von Mitarbeitern eines Unternehmens oder einer Behörde.

Vor allem in den Jahren 2002-2007 hat man vermehrt die Fokussierungsstrategie angewandt und sich auf seine eigentliche Stärke konzentriert. In den Jahren danach rollt die Konsolidierungswelle nun verstärkt in vielen Branchen an.

[Bearbeiten] Literatur

  • Ulrich Hommel, Thomas C. Knecht, Holger Wohlenberg: Handbuch Unternehmensrestrukturierung, 2006, ISBN 978-3-409-12654-0
  • Frank Roselieb / Marion Dreher (Hrsg.), Von erfolgreichen Krisenmanagern lernen, Fallstudien zur Restrukturierung und zum Turnaroundmanagement, Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2008, ISBN 978-3-503-10090-3

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge