Universalismus

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Der Begriff Universalismus kann je nach Fachgebiet unterschiedliche Bedeutungen haben:

  • Eine philosophische Lehre, die das Ganze gegenüber dem Einzelnen betont oder das Einzelne in eine Ganzheit eingefügt sieht, siehe Universalismus (Philosophie)
  • Die Eigenschaft einer Religion, für jeden offen zu sein, ohne Rücksicht auf die ethnische Abstammung, siehe Universalismus (Religionswissenschaft)
  • Manchmal wird Universalismus auch anstelle von Apokatastasis verwendet, im Sinn „Lehre von der Erlösung aller Menschen“
  • In der Soziologie: vernünftige Aussagen bzw. Schlussfolgerungen der Vernunft sind überall gültig und müssen überall ausgeführt werden (z. B. Rechtsansprüche)
  • In der Wissenschaft wird der Universalismus als Grundvoraussetzung zum Erhalt des Ethos der Wissenschaft betrachtet. Jede wissenschaftliche Erkenntnis muss unpersönlichen, vorab aufgestellten Kriterien unterworfen sein. Wissenschaft darf nicht nach charakteristischen Merkmalen beurteilt werden (also Religion, Nationalität, Geschlecht etc.). Damit die Erweiterung von Wissen und Erkenntnis funktionieren kann, muss wissenschaftliches Talent gefördert werden, unabhängig von den Charakteristika des Wissenschaftlers.

Siehe auch:

 Wiktionary: Universalismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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