Wallemia

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Wallemia
Wallemia sebi in einer Petrischale

Wallemia sebi in einer Petrischale

Systematik
Abteilung: Ständerpilze (Basidiomycota)
Unterabteilung: unsichere Stellung (incertae sedis)
Klasse: Wallemiomycetes
Ordnung: Wallemiales
Familie: Wallemiaaceae
Gattung: Wallemia
Wissenschaftlicher Name der Klasse
Wallemiomycetes
Zalar, de Hoog & Schroers
Wissenschaftlicher Name der Ordnung
Wallemiales
Zalar, de Hoog & Schroers
Wissenschaftlicher Name der Familie
Wallemiaaceae
R.T. Moore
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Wallemia
Johan-Olsen

Wallemia ist eine systematisch isoliert stehende Gattung der Ständerpilze (Basidiomycota), die eine eigene Klasse Wallemiomycetes bildet.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Konidienträger sind unverzweigt oder sympodial wachsend fortlaufend mit konidiogenen Zellen und besitzen eine dünne Zellwand. Die kondidiogenen Zellen sind warzig, und werden dann wie Arthrosporen zu Konidien umgebildet. Diese sind ebenfalls warzig, kurz zylindrisch und mit der Zeit rundlich. Die Hyphen sind septiert. Die Septe ist in Porennähe aufgeweitet. Diese ist tonnenartig und ähnlich einem Doliporus.

Ökologie und Lebensweise[Bearbeiten]

Wallemia kommen weltweit vor, bevorzugen aber trockene Lebensräume. Sie wurden aus Früchten, Marmeladen und mit reinem Zucker getrockneten und gesalzenen Lebensmitteln, aus Meersalz, aus dem Boden als auch aus der Luft isoliert. Sie sind daher manchmal für den Verderb von Lebensmitteln verantwortlich. Manche Stämme produzieren die Toxine Walleminol und Walleminon und verursachen subkutane Infektionen beim Menschen. Vermutlich verursachen sie auch allergische Reaktionen mit der Bildung einer Farmerlunge.

Systematik und Taxonomie[Bearbeiten]

Wallemia wurde erstmals 1887 von Johan-Olsen beschrieben. Royall T. Moore stellte sie dann in eine eigene Familie innerhalb der Ordnung der Filobasidiales. 2005 wurden sie jedoch in eine eigene Klasse, die Wallemiomycetes, mit einer unsicheren systematischen Zuordnung gestellt.

Der Index Fungorum listet folgende drei Arten:[1]

Quellen[Bearbeiten]

  • Zalar P, de Hoog GS, Schroers HJ, Frank JM, Gunde-Cimerman N. (2005). "Taxonomy and phylogeny of the xerophilic genus Wallemia (Wallemiomycetes and Wallemiales, cl. et ord. nov.)". Antonie Van Leeuwenhoek International Journal of General and Molecular Microbiology 87: 311–28. DOI 10.1007/s10482-004-6783-x

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wallemia auf Index Fungorum, abgerufen am 6. Juli 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallemia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien