Wardialing

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Wardialing (Englisch: war dialing) nannte man die Benutzung eines Modems mit dem Zweck, jedes mögliche Telefon in einem Ortsnetz anzurufen, in der Hoffnung, einen Computer zu finden, in den sich durch Erraten von Passwörtern eindringen lässt.

Der Name dieser Technik nimmt Bezug auf den Film WarGames von 1983. Darin programmiert der Protagonist seinen Computer, jeden Anschluss in Sunnyvale (Kalifornien) anzurufen. Vor der Veröffentlichung des Films wurde die Methode "hammer dialing" oder "demon dialing" genannt, aber ab dem Jahr 1985 veröffentlichte eine Firma die Software "War Games Autodialer" für Commodore Computer, was die Methode endgültig mit dem Namen des Films in Verbindung brachte.[1]

Obwohl es diese Methode bereits vor dem Film gab, wurde der Name „Wardialing“ schnell beliebt in der Computerkultur.[2]

Ein aktuelleres Phänomen ist Wardriving, die Suche nach WLANs mit einem Fahrzeug.

Ähnlich dem Wardialing sind Port Scans im TCP/IP-Protokoll, welche jeden TCP-Port jeder IP-Adresse abfragen, um herauszufinden, welche Dienste verfügbar sind. Im Gegensatz zum Wardialing stellen Portscans allerdings keine Belästigung von Menschen dar.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. MegaSoft Limited. In: Compute!'s Gazette, Januar 1985, S. 167. Abgerufen am 6. Juli 2014. 
  2. Patrick S. Ryan: Wargames, Wardialing, Wardriving, and the Emerging Market for Hacker Ethics, in: Virginia Journal of Law & Technology, Vol. 9, No. 7, Summer 2004