Varsberg

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Varsberg
Varsberg
Lage von Varsberg in Frankreich
Staat Frankreich
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Boulay-Moselle
Kanton Boulay-Moselle
Geographische Lage 49° 10′ N, 6° 38′ O7Koordinaten: 49° 10′ N, 6° 38′ O
Höhe  m
(222 m–395 m)
Fläche 4.15 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(1999)
915 Einwohner
220 Einw./km²
Postleitzahl 57880
INSEE-Code 57696
IGN-Nummer 54002
Website

Varsberg (1915–18 und 1940–44: Warsberg) ist eine französische Gemeinde im Département Moselle in Lothringen. Im Norden des Départements liegt die 950 n. Chr. gebaute gleichnamige Burg, nach der sich die Freiherren von Warsberg benannt haben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Burg

Die Burg hatte die Aufgabe, die wichtige Straße von Metz nach Saarbrücken zu überwachen und zu schützen. Schon im 12. Jahrhundert war sie Lehen des Bistums Metz in der Hand des Grafen von Saarbrücken. Das Dorf Warsberg am Fuße des Burghügels war alte Besitzung der Abtei Longeville-lès-St. Avold.

Im 13. Jahrhundert wurde die Burg zerstört, dann unter dem Namen Neu- bzw. Groß-Warsberg wieder aufgebaut. Sie stand jetzt unter der Oberhoheit des Herzogs von Lothringen. Die Geschichte kennt mehrere Adelsfamilien von Warsberg und drei Burgen gleichen Namens. Im Jahre 1433 wurden die zwei Burgen Klein- und Groß-Warsberg zerstört. Sie waren 1200 m voneinander entfernt und durch einen schmalen Graben getrennt. Später wurde Groß-Warsberg wiedererrichtet.

Das heutige Schloss steht an der Stelle von Alt-Warsberg, dessen Verteidigung zuerst Aufgabe der Edelherren von Saarbrücken-Warnersberg dann der Herren von Rollingen-Warnersberg gewesen war. Auf der Mitte des 13. Jahrhunderts erbauten Burg Neu-Warsberg residierten die Herren von Mengen-Warsberg. Das heutige Schloss wurde im 17./18. Jahrhundert von den Baillis der Freiherren von Warsberg bewohnt.

[Bearbeiten] Die Freiherren von Warsberg

Auf die Ritter aus den Familien Rollingen und Mengen, die für den Herzog und den Bischof die Verteidigung von Alt- bzw. Neu-Warsberg zu übernehmen hatten, folgten die Freiherren von Warsberg, Besitzer des gegenwärtigen Schlosses und der gleichnamigen Lehnsherrschaft. Sie gehen auf Peter von Warsberg, Sohn von Johann von Rollingen genannt von Warsberg zurück. Durch Eheschließungen häuften sie große Besitzungen an und genossen hohes Ansehen in Lothringen, Luxemburg, im Trierer Gebiet (insbesondere Trier, Saarburg und Wincheringen) und bis Mainz und Speyer. Boemund von Warsberg regierte sogar als Erzbischof von Trier (1286 - 1299).

Mit Heinrich zählen die Barone von Warsberg seit 1483 zur luxemburgischen Ritterschaft. Sein Sohn Wilhelm II. heiratet die Erbtochter von Rheineck und Aprémont. Johann IV. von Warsberg nannte sich Ritter, Burggraf von Rheineck, Herr von Freistroff, Wincheringen, Wartenstein etc. Er heiratete Ursula, Erbtochter von Ludwig von Seinsheim Schwarzenberg. Samson von Warsberg (*1569) war französischer Oberst und lebte später in Freistroff. Im Jahre 1834 teilten Alexander Joseph von Warsberg und seine beiden Schwestern ihre Güter auf. Alexander Joseph verzog zu seiner Frau nach Österreich und musste später wegen Misswirtschaft sein ganzes Vermögen verkaufen.

Der Name der Familie blüht aber noch in Deutschland auf Schloss Nekarsteinach.

[Bearbeiten] Touristische Hinweise

Der historische Ort, Schauplatz zahlreicher Kämpfe, ist heute eines der bemerkenswertesten Reiseziele im Norden Lothringens. Das alte Schloss (heute Restaurant), das zu besichtigen ist, beherbergt noch eine Fülle geschichtlicher Sehenswürdigkeiten. Die Kapelle wurde 1843 vom Bischof von Metz geweiht. Die in den 1950er Jahren geweihte Grotte ist Anziehungspunkt zahlreicher Gläubiger. Im Bergfried ist noch das Verlies zu sehen, und vom Turm hat man einen Rundblick über einen Großteil Lothringens und das Saarbecken. Das Schloss Warsberg ist nur 5 km von Creutzwald, 7 km vom Bahnhof Hargarten-Falck, 9 km von der Stadt St. Avold und 30 km von Saarbrücken entfernt und liegt in 306 m Höhe auf einem bewaldeten Hügel zwischen Ham-sous-Varsberg und dem Ort Varsberg.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weblinks

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