Warschauer Vertrag

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In Warschau (Warszawa) wurden im Laufe der Geschichte verschiedene Verträge geschlossen, so dass die Bezeichnung Warschauer Vertrag für folgende Abkommen gebräuchlich ist:

  • Vertrag von Warschau, preußisch-polnischer Staatsvertrag vom 18. September 1773 über gegenseitige Gebietsansprüche
  • Warschauer Abkommen über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, auch nur kurz Warschauer Abkommen genannt; später mehrfach geändertes und ergänztes Rechtsabkommen vom 12. Oktober 1929, inzwischen abgelöst durch das Montrealer Übereinkommen
  • Warschauer Pakt, militärisches Beistandsabkommen des Ostblocks aus dem Jahr 1955 als Gegengewicht zur NATO, im offiziellen Sprachgebrauch der Teilnehmerstaaten Warschauer Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand bzw. Warschauer Vertragsorganisation genannt
  • Warschauer Vertrag (1970); eigentlich „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen über die Grundlagen der Normalisierung ihrer gegenseitigen Beziehungen“, in dem die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik Polen gegenseitig ihre Grenzen anerkennen (Ratifikation am 17. Mai 1972)
  • Deutsch-polnischer Grenzvertrag vom 14. November 1990; eigentlich „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Bestätigung der zwischen ihnen bestehenden Grenze“, Deutschland und Polen verzichten endgültig auf gegenseitige Gebietsansprüche und erkennen am 16. Dezember 1991 die Oder-Neiße-Linie als Grenze zwischen Deutschland und Polen an
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