Wolfgang Unger
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Wolfgang Unger (* 31. Dezember 1948 in Eibenstock; † 19. April 2004 in Halle (Saale)) war Kapellmeister, Chorleiter und Hochschullehrer in Halle und Leipzig.
[Bearbeiten] Biografie
Unger wurde an der Dresdner Kreuzschule ausgebildet und sang im Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger. Er war dort von 1965 bis 1967 1. Chorpräfekt. Anschließend studierte er in Weimar Chor- und Orchesterleitung.
Im Jahr 1969 gründete er den Thüringischen Akademischen Singkreis, den er bis 1996 leitete. 1973 wurde Unger zum Kapellmeister und Chordirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Halle berufen. Außerdem war er Direktor der Robert-Franz-Singakademie Halle. Im Jahr 1985 erhielt er den Händelpreis der Stadt.
Seit 1987 wirkte Unger als Leiter des Universitätschores in Leipzig. Im Jahr 1991 wurde er zum Universitätsmusikdirektor ernannt. Er unterrichtete das Fach Chorleitung/Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ sowie an der Universität Leipzig.
Nach der Entlassung von Hans-Joachim Rotzsch wurde Unger 1991 Thomaskantor ad interim, bis 1992 Georg Christoph Biller eingestellt wurde. Im Jahr 1992 gründete Unger das Pauliner Kammerorchester, 1994 das Pauliner Barockorchester. In der Diskussion um die Neugestaltung des Universitätsgeländes setzte sich Unger für den Wiederaufbau der Universitätskirche ein. Im Jahr 2003 wurde Unger zum außerplanmäßigen Professor ernannt.
Im Alter von 55 Jahren starb Wolfgang Unger an einer Krebserkrankung.
Wolfgang Unger war Vater des Kirchenmusikers Johannes Unger.
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
- Wege zum Dirigieren - Die Grundlagen der Dirigiertechnik. Edition Merseburger 2001, ISBN 3-87537-301-4
[Bearbeiten] Weblinks
- Einträge zu Wolfgang Unger im Katalog des Deutschen Musikarchivs
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Unger, Wolfgang |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kapellmeister, Chorleiter und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 31. Dezember 1948 |
| GEBURTSORT | Eibenstock |
| STERBEDATUM | 19. April 2004 |
| STERBEORT | Leipzig |

