Xia-Klasse

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XIA-Klasse, Typ 092
Technische Daten (Überblick)
Bauwerften: Huludao
Wasserverdrängung: 7000 t (getaucht)
Länge über Alles: 120 m
Breite: 10 m
Tiefgang: 8 m (bei Überwasserfahrt)
Tauchtiefe: 300 m
Antrieb: Nuklear, 1 x Druckwasserreaktor
Gesamtleistung: etwa 58 MW
Geschwindigkeit: 22 Knoten (getaucht)
Besatzung: 120

Xia-Klasse ist die Bezeichnung der NATO für ein strategisches Unterseeboot (SSBN) der chinesischen Marine mit der Kennung 09-II (Typ 092).

Geschichte[Bearbeiten]

Am 30. April 1981 wurde das erste Boot der Xia-Klasse vom Stapel gelassen. Die Klasse sollten ursprünglich das Rückgrat der chinesischen strategischen Atomstreitmacht darstellen. Das Design war stark an die russische Yankee-Klasse angelehnt und verfügt über einen Druckwasserreaktor. Eine Welle treibt die siebenblättrige Schraube an. Verwendet wurde in den Grundzügen ein Druckkörper der Han-Klasse, der etwas verlängert wurde, um die Startrohre für die Raketen unterzubringen.[1]

Bewaffnet ist das Boot mit sechs 53,3-cm-Torpedorohren und 12 Mittelstreckenraketen. Möglicherweise können Raketen vom Typ CSS-N-3 verschossen werden. Jede dieser Raketen hat eine Reichweite von 972 sm (1800 km) und einen Gefechtskopf mit einer Sprengkraft von 350 kT.[2]

1992 wurde das Boot mit neuen Raketen bestückt und von 1995 bis 2001 modernisiert.[1] Erste Probleme waren schon beim ersten Test mit CSS-N-3-Raketen aufgetreten, so dass erst 7 Jahre nach dem Stapellauf ein erfolgreicher Raketentest durchgeführt werden konnte.[3] Des Weiteren gab es diverse Schwierigkeiten mit dem Tauchkörper. Aus diesem Grund wurde auf den Bau weiterer Boote verzichtet. Man entschied sich stattdessen die Entwicklung der Jin-Klasse als Ersatz voranzutreiben.

Das einzige 2008 im aktiven Dienst stehende Boot der Xia-Klasse hatte bis zu dem Zeitpunkt nie eine Patrouillenfahrt unternommen und wurde von westlichen Experten als vermutlich nicht einsatzbereit eingestuft.[4]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Nach unbestimmten Berichten wurde ein zweites Boot aufgelegt, das bereits 1985 als Folge eines Unfalls zerstört wurde.[5]

Auch trägt das Xia-Boot 406 den Spitznamen „Großer schwarzer Elefant“, weil es ebenso langsam wie träge ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Submarines: an illustrated history of their impact, Paul E. Fontenoy, University of Hawai Press, 2007, ISBN 1851095632, Seite 58
  2. The Naval Institute guide to world naval weapon systems, Norman Friedman, US Naval Institute Press, 2006, ISBN 1557502625, Seite 504
  3. China's future nuclear submarine force, Andrew S. Erickson, Lyle J. Goldstein, William S. Murray, US Naval Institute Press, 2007, ISBN 1591143268, Seiten 296 bis 297
  4. SIPRI Yearbook: Armaments, Disarmament, and International Security, Stockholm International Peace Research, 2008, Oxford University Press, ISBN 0199548951, Seite: 387
  5. Twenty First Century Submarines: Undersea Vessels of Todays Navies, Steve Crawford, MI, 2003, ISBN 0760315027, Seite 10