Zentrale Stammdatenverwaltung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Seiten Zentrale Stammdatenverwaltung und Stammdatenmanagement überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Tkarcher (Diskussion) 12:51, 11. Sep. 2012 (CEST)

Stammdatenverwaltung bezeichnet die zentrale Verwaltung von Stammdaten oder Referenzdaten (englisch master data), um system- und anwendungsübergreifende Konsistenz sicherzustellen.

Einleitung[Bearbeiten]

Stammdaten werden vor allem in größeren Unternehmen häufig in unterschiedlichen Datenbanken redundant gehalten. Dies führt in der Regel dazu, dass der notwendige Datenabgleich zeit- und kostenaufwändig wird. Durch Stammdatenverwaltung sollen die Stammdaten zentral gehalten und gepflegt und zeitnah an die angebundenen Systeme verteilt werden.

Der Begriff der Stammdatenverwaltung wird teilweise synonym mit Master Data Management (MDM) benutzt. Produkte zur Stammdatenverwaltung verschiedener Hersteller tragen auch den Namen MDM.

Definition[Bearbeiten]

Master Data Management besteht aus einer Zusammenstellung von Prozessen, Richtlinien, Dienstleistungen und Technologien die verwendet werden, um betriebliche Daten zu erstellen, zu pflegen, zu vereinheitlichen und zu verwalten, welche mit dem operativen Kerngeschäft eines Unternehmens verbunden sind. Ein MDM-System stellt eine übergreifende Instanz der Stammdatenverwaltung dar und schafft so eine zentrale betriebliche Referenzdatenbasis (System of Record). Es umfasst alle Stammdatenobjekte eines Unternehmens wie z. B. Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, etc. Dabei bezieht sich das Stammdatenmanagement nicht auf opera-tive Transaktionsdaten, welche im Rahmen von ablaufenden Geschäftsprozessen wie z. B. Bestellungen entstehen.

Einsatzszenarios[Bearbeiten]

Es werden hier in der Regel drei Szenarios unterschieden, die auch gleichzeitig der rote Faden bei der Einführung eines Stammdatenmanagements mit zentralem Repository sind.

Stammdaten-Konsolidierung und Stammdaten-Harmonisierung[Bearbeiten]

Bei der Stammdaten-Konsolidierung werden die Stammdaten eines so genannten Business Objects (z. B. Lieferanten) an das zentrale aufgestellte Stammdatenrepository angeschlossen, dort um Dubletten bereinigt und falls nötig um Informationen (z. B. DUNS-Nummer und EAN) angereichert. Die Zusammenführung von Stammdaten gleicher Objekte mit möglicherweise unterschiedlicher Identifikation wird Harmonisierung genannt. Business Case für eine Stammdaten-Konsolidierung ist zum Beispiel der Aufbau eines global einheitlichen Berichtswesens über verschiedene Systeme hinweg.

Lokale Stammdatenpflege[Bearbeiten]

Die Stammdatenattribute in den unterschiedlichen Systemen werden über einen Stammdatenserver konsistent gehalten. Die Anlage von Stammdaten und deren Pflege erfolgt weiterhin in den Stammdaten tragenden Anwendungssystemen. Gegebenenfalls werden auf dem zentral gehaltenen Stammdatenserver global (unternehmensweit) gültige Stammdatenattribute gepflegt.

Zentrale Stammdatenpflege[Bearbeiten]

Bei der zentralen Stammdatenpflege beginnt der Prozess der Stammdatenanlage und -pflege auf dem Stammdatenserver. Von hier erfolgt die Verteilung an die Datenverwaltungssysteme der diese Stammdaten nutzenden Applikationen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Knut Hildebrand; Boris Otto; Anette Weisbecker (Hrsg.): Stammdatenmanagement, HMD 279, dpunkt.verlag, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-89864-750-2

Weblinks[Bearbeiten]