Verzeichnisdienst

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Ein Verzeichnisdienst (englisch directory service) stellt in einem Netzwerk eine zentrale Sammlung an Daten bestimmter Art zur Verfügung. Die in einer hierarchischen Datenbank gespeicherten Daten können nach dem Client-Server-Prinzip verglichen, gesucht, erstellt, modifiziert und gelöscht werden.

Anwendung[Bearbeiten]

Im Internet und unternehmens- oder behörden-internen Intranets werden Verzeichnisdienste in der Regel dazu verwendet, Benutzerdaten zentral zu sammeln und Applikationen zur Verfügung zu stellen. Gegenüber einer dezentralen Speicherung z. B. mit einem eigenen Dienst für jedes Programm hat die zentrale Verwaltung den Vorteil, dass Benutzer und Rechte an zentraler Stelle nur einmal geändert werden müssen.

Meistens wird lesend auf die Daten eines Verzeichnisdienstes zugegriffen. Veränderungen an den Einträgen dieser Datenbank sind seltener. Aus diesem Grund bieten Verzeichnisdienste lesend eine wesentlich geringere Zugriffszeit als andere Datenbanken.

Technischer Aufbau[Bearbeiten]

Den Datensammlungen liegt meist eine Datenbank zugrunde, in der die Daten aufgenommen werden. Um mit diesem Dienst in Kontakt zu treten, werden Netzwerkprotokolle verwendet, um Daten aus dem Verzeichnis abzufragen oder zu aktualisieren. In den meisten Fällen kommt dabei ein Directory Access Protocol (DAP) zum Einsatz, Standard-Implementierungen dieses Protokolls sind DAP aus der X.500-Architektur sowie LDAP, einer leichtgewichtigen (engl. lightweight) Form des DAPs.

Der Aufbau der Directory Services erfolgt prinzipiell nach dem sogenannten X.500-Standard.

Bekannte Verzeichnisdienste[Bearbeiten]

Bekannte Verzeichnisdienste, heute praktisch alle auf dem LDAP-Standard basierend, sind:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DirX Directory. ATOS. Abgerufen am 31. Mai 2013.