Zimmer 13

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Zimmer 13
Originaltitel Zimmer 13 /
L'attaque du fourgon postal
Zimmer 13 Logo 001.svg
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland /
Frankreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1964
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Harald Reinl
Drehbuch Quentin Philips
Produktion Horst Wendlandt
Musik Peter Thomas
Kamera Ernst W. Kalinke
Schnitt Jutta Hering
Besetzung

Zimmer 13 ist ein deutsch-französischer Kriminalfilm (französischer Titel: L'attaque du fourgon postal) und der 18. deutschsprachige Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Edgar Wallace (Originaltitel: Room 13) wurde von der deutschen Rialto Film unter finanzieller Beteiligung der französischen Société Nouvelle Cinématographie produziert. Der Film wurde vom 25. November 1963 bis 16. Januar 1964 unter der Regie von Harald Reinl in Dänemark und West-Berlin gedreht. Der in Ultrascope aufgenommene Film wurde am 20. Februar 1964 in der Lichtburg in Essen uraufgeführt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

In der Nähe des Landsitzes von Sir Robert Marney wird an einem Bahndamm eine Frau mit einem Rasiermesser ermordet. Kurz darauf erhält Marney überraschenden Besuch des Unterweltlers Joe Legge, dem er nach einem Banküberfall vor zwanzig Jahren verhalf, ins Ausland zu flüchten. Nun erpresst Legge ihn, bei einem Eisenbahnraub behilflich zu sein. Um sich und seine Tochter Denise vor Legge zu schützen, beauftragt Marney den in der Unterwelt gefürchteten Privatdetektiv Johnny Gray. Doch auch der kann den nächsten Frauenmord nicht verhindern, der offensichtlich mit der finsteren Bande um Joe Legge in Verbindung steht...

[Bearbeiten] Kritiken

„Harald Reinl hat vom Vorspann angefangen einen flotten, alle Möglichkeiten der Kamera nützenden Krimi hingekriegt, der sich durchaus sehen lassen kann. Weder an Witz noch an englischem Nebelwallen wurde gespart, gruselig ist's selten, spannend oft.“

Schwäbisches Tagblatt, 13. April 1964

„Die recht spannende Inszenierung dieser Moritat besorgte Harald Reinl. Das unter sommerlicher Hitze stöhnende Publikum war mit der verblüffenden Schlußpointe und dem ganzen Film höchst einverstanden.“

Berliner Morgenpost, 14. Juni 1964

„Eine temporeiche Abwechslung innerhalb der Wallace-Serie.“

Joachim Kramp in „Das Edgar Wallace Lexikon“, 2004

„Statt auf Gruselgestalten und düstere Landhäuser setzt Wallace-Film Nr. 16 auf den Reiz des Rotlicht-Ambientes und natürlich wieder auf die Komik von Eddie Arent.“

TV Spielfilm

„Sechzehnter Film der deutschen Edgar-Wallace-Reihe, diesmal mit etwas weniger bizarren Gruseleffekten und etwas mehr „lasterhafter“ Unterweltatmosphäre.“

Lexikon des Internationalen Films

[Bearbeiten] Sonstiges

Das Schloss Vallø auf der dänischen Insel Seeland diente als eindrucksvolle Kulisse für Schloss Marney.
Der Hauptbahnhof Kopenhagen ist im Film als Bahnhof Paddington zu sehen.
  • Ursprünglich hatte Rialto Film Ende 1963 die Verfilmung des Edgar-Wallace-Romans „Der Safe mit dem Rätselschloß“ vorgesehen. Nachdem am 8. August 1963 ein spektakulärer Raub auf den Postzug London-Glasgow stattfand und weltweit ein enormes Medienecho auslöste, verschob man das Projekt. Stattdessen beauftragte man den Journalisten und Regisseur Will Tremper damit, ein bereits Anfang 1963 von Heinz Oskar Wuttig verfasstes Drehbuch nach dem Edgar-Wallace-Roman „Zimmer 13“ umzuschreiben und einen Postzugüberfall in die Handlung einzuarbeiten.
  • Zum vierten und letzten Mal beteiligte sich eine französische Firma an den Produktionskosten eines Wallace-Krimis der Rialto Film.
  • Die Außenaufnahmen fanden zum dritten und letzten Mal für einen Edgar-Wallace-Film in Dänemark statt. Man drehte unter anderem auf Schloss Vallø und Umgebung sowie in Kopenhagen und Frederikssund. Die Innenaufnahmen entstanden in den Studios der CCC-Film im Berliner Bezirk Spandau.
  • Richard Häussler und Hans Clarin nahmen mit diesem Film Abschied von den Edgar-Wallace-Filmen. Kai Fischer und Benno Hoffmann hatten in diesem Film ihren jeweils einzigen Gastauftritt in einem Film der Reihe.
  • Wie bei fast allen bisherigen Edgar-Wallace-Filmen strebte man auch bei diesem Film eine FSK-Freigabe ab maximal 16 Jahren an. Die entsprechenden Schnittauflagen verlangten in diesem Falle jedoch die Änderung der Auflösung und damit ganzer Szenen, weshalb der Film als erster Film der Wallace-Reihe eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erhielt. Da die Hauptzielgruppe dem Film dadurch fernblieb, konnte sich der im Vergleich mit seinen Vorgängern wesentlich aufwendiger inszenierte Film nicht zum erhofften Erfolg entwickeln.
  • Die im falschen Format ausgestrahlte und um zwei Striptease-Szenen gekürzte Fernsehfassung wurde 1991 ab 16 Jahren freigegeben. Inzwischen wurde der Film in der kompletten Kinofassung mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren veröffentlicht.

[Bearbeiten] Literatur

  • Edgar Wallace: Zimmer 13 (Originaltitel: Room 13). Deutsche Übersetzung. Goldmann, München 2002, ISBN 3-442-05371-4.
  • Joachim Kramp, Jürgen Wehnert: Das Edgar Wallace Lexikon. Leben, Werk, Filme. Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein! Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-508-2.
  • Joachim Kramp: Hallo! Hier spricht Edgar Wallace. Die Geschichte der legendären deutschen Kriminalfilmserie von 1959–1972. 3. Auflage. Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-645-3.

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge