Zollfahndungsdienst

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Der deutsche Zollfahndungsdienst gehört zur Bundeszollverwaltung und ist dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt. Er besteht aus dem Zollkriminalamt (ZKA) und den Zollfahndungsämtern.

Dem ZKA ist die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) als Spezialeinheit unterstellt, den Zollfahndungsämtern die Observationseinheiten Zoll (OEZ), Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe (GFG) sowie die Gemeinsame Ermittlungsgruppen Rauschgift (GER, Zusammenarbeit Polizei/Zoll).

Der Zollfahndungsdienst arbeitet auf Grundlage verschiedener Gesetze und Vorschriften, z. B. des Zollkodex, der Zollkodex-Durchführungsverordnung, des Zollfahndungsdienstgesetzes, des Außenwirtschaftsgesetzes und der Außenwirtschaftsverordnung, sowie einer weiteren Vielzahl von Steuer- und Strafgesetzen und kann als „Kriminalpolizei der Zollverwaltung“ verstanden werden. Allerdings ist der Zollfahndungsdienst Teil der Finanzverwaltung des Bundes und seine Beschäftigten sind keine Polizei- sondern Zollbeamte in der Eigenschaft als Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Wamers, Bernd Josef Fehn: Handbuch Zollfahndung, 2006, Verlag: Schmidt (Otto), Köln, ISBN 978-3-504-46001-3
  • Wamers, Paul: Zoll und Zollfahndung, in: Der Kriminalist 20. Jg., 1988, H. 4, S. 153–156
  • Wamers, Paul: Das Zollkriminalamt. Stellung, Konsequenzen und Ausblick, in: Der Deutsche Zollbeamte (ddz) 47. Jg., 1994, Nr. 4, S. F 37–F 39 u. Nr. 5, S. F 47f., F 53
  • Wamers, Paul: Gemeinsame Ermittlungsgruppen Rauschgift von Zoll und Polizei in der Bundesrepublik Deutschland, in: Der Kriminalist 24. Jg., 1992, H. 12, S. 542–544

Weblinks[Bearbeiten]