Abdul Rahim Khan-e-Khanan

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Der vier Jahre alte Abdul Rahim Khan-e-Khana

Abdul Rahim Khan-e-Khanan (* um 1557; † 1627) war ein bedeutender Feldherr und Dichter im Mogulreich.

Abdul Rahim war der Sohn des Feldherrn Bairam Khan und der Tochter eines Mewati-Fürsten. Als sein Vater seines Amtes enthoben und auf einer Reise nach Mekka am 31. Januar 1561 ermordet wurde, floh seine Mutter mit ihm vom Hof. Der junge Großmogul Akbar ließ Abdur Rahim jedoch zurückholen, förderte ihn und vertraute ihm wichtige Ämter an.

Abdul Rahim beteiligte sich erfolgreich an der Eroberung Gujarats, Sinds und den Kämpfen um den nördlichen Dekkan. Er bekleidete den Posten eines khankhanan (Generalissimus, persisch خان خانان, DMG khān-i khānān, wörtlich „Khan der Khane“). Im September 1583 vollendete er die Unterwerfung Gujarats. Zur Feier dieses Sieges ließ er die Stadt Ahmadabad mit einem Siegespark, dem Fathbag, schmücken. Im Zuge eines Feldzugs im Dekkan, auf den ihn Akbars Sohn Murad begleitete, ließ er in der Stadt Burhanpur unter anderem eine Bibliothek errichten, deren Überreste noch heute existieren. Im November 1600 nahm er die von angeblich 34.000 Menschen verteidigte Festung Asirgah ein, bei deren Übergabe Bestechung oder Verrat vermutet wird.

In der folgenden Zeit fiel er unter Jahangir zeitweise in Ungnade. Erneut zum Befehlshaber im Dekkan ernannt, leiteten er und sein Sohn Iraj Shahnawaz Kämpfe gegen den Heerführer Malik Ambar. Wegen seiner Unterstützung Shah Jahans, des in Ungnade gefallenen Sohnes Jahangirs, wurde er wiederum entlassen, jedoch im Jahr 1627 an den Hof zurückgerufen. Er verstarb im selben Jahr.

Abdul Rahim war auch als Dichter in den Sprachen Persisch, Tschagataisch und Hindi tätig. Ebenso übersetzte er die Autobiographie des Großmoguls Babur („Bāburnāma“) ins Persische. Er förderte die Dichtkunst und gilt als einer ihrer größten Mäzene während der Mogulzeit.

Literatur[Bearbeiten]

  • Annemarie Schimmel: Im Reich der Großmoguln Geschichte, Kunst, Kultur, C.H.Beck, München 2000, ISBN 3-406-46486-6
  • Shāh Navāz Khān, Navvāb Ṣamṣām ud-Daula, und ‘Abd ul-Ḥayy: The Maāthir-ul-Umarā, being biographies of the Muhammadan and Hindu officers of the Timurid Sovereigns of India from 1500 to about 1780 AD, translated into English by Henry Beveridge, revised, annotated and completed by Baini Parshad, 2 Bde. und Index, Kolkata: Asiatic Society 1952, rep. 2003, ISBN 81-7236-145-9.

Weblinks[Bearbeiten]