Alpen-Knöterich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Alpenknöterich)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alpen-Knöterich
Aconogonon alpinum.jpg

Alpen-Knöterich (Persicaria alpina)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Gattung: Knöteriche (Persicaria)
Art: Alpen-Knöterich
Wissenschaftlicher Name
Persicaria alpina
(All.) H.Gross

Der Alpen-Knöterich (Persicaria alpina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Knöteriche (Persicaria) in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alpen-Knöterich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis 100 Zentimeter erreicht. Der unterirdisch kriechende Wurzelstock ist kurz und bildet an den Knoten Wurzeln. Aus ihm treiben aufrechte, einfache oder verzweigte, kantig-gestreifte Stängel aus. Die manchmal leicht gewellten Blätter sind kurz gestielt, eiförmig-lanzettlich und verschmälern sich an beiden Enden. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller gefärbt, auf den Nerven und am Rand sind die Blätter bewimpert. Die Blüten sind klein und weiß, gelblich-weiß oder hellrosa gefärbt. Sie sind in endständigen, lockeren Rispen einzeln oder zu 2 bis 3 zusammenstehend angeordnet.

Blütezeit ist von Juni bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alpen-Knöterich kommt von den Gebirgen Mittel-, Süd- und Ost-Europas bis nach Südwest-Asien in Höhenlagen von 700 bis 2000 Meter auf kalkarmen, sauren, feuchten Böden und in Grünerlengebüschen vor. In Österreich ist er nur über Serpentingestein von einem Berg in der Nähe von Bruck an der Mur bekannt[2].

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der nicht einheitlichen Systematik innerhalb der Knöteriche wird die Art zu verschiedenen Gattungen gezählt: ursprünglich als Art der Sektion Aconogonon der Gattung Polygonum beschrieben, wird sie je nach Bearbeiter und der von diesem gewählten Stellung dieser Sektion auch in die selbständige Gattung Aconogonon (bzw. Aconogonum), Rubrivena, Koenigia oder eben Persicaria s. l. gestellt.[2]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polygonum alpinum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. a b Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpen-Knöterich (Aconogonon alpinum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien