Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention

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Die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) ist eine gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sitz und Geschäftsstelle befinden sich in Bonn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DFK wurde am 21. Juni 2001 von der Bundesrepublik Deutschland, den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie 38 anderen Organisationen und Spitzenverbänden aus Wirtschaft und Wohlfahrt gegründet.

Gremien, Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Geschäftsführenden Vorstand bilden seit 2010 Gerd Neubeck (Deutsche Bahn, Vorsitz), Stefan Daniel und Norbert Seitz. Vorherige Vorstandsvorsitzende waren Rudolf Egg und Norbert Salmon. Dem 61-köpfigen Kuratorium saßen als Präsidenten vor Herta Däubler-Gmelin, Otto Schily, Brigitte Zypries, Wolfgang Schäuble, Thomas de Maizière, Hans-Peter Friedrich und z.Z. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger,[1] flankiert von Rüdiger Grube und Uwe Gerstenberg.

Im Vorstand haben in der Vergangenheit Persönlichkeiten wie Jörg Ziercke, Erich Marks, Werner Leonhardt oder Walther Specht gearbeitet.

Unter den Mitarbeitern des DFK befinden sich Sachbearbeiter, Referenten und Verwaltungspersonal, das befristet aus Behörden des Bundes und der Länder abgeordnet wird. Vertreten waren und sind dort überwiegend Polizeibeamte und Verwaltungsjuristen aus den Innen- bzw. Justizbehörden von Bund und Land, mit einem Schulpsychologen als Ausnahme. Im Lauf der Jahre haben etwa 20 einschlägige Sachreferenten für die verschiedensten Aspekte der Kriminalprävention den Dienst im DFK durchlaufen, darunter Andreas Kossiski und Manfred Günther. Heute, 2013, arbeiten nur noch fünf Personen in der Geschäftsstelle.

Im September 2011 wurde das 10-jährige Bestehen mit einem Empfang im Kaiserbahnhof Potsdam begangen.[2]

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweck der Stiftung ist die Kriminalprävention in allen Aspekten, zum Beispiel durch Durchführung von Fachtagungen und Symposien, Förderung der wissenschaftlichen Forschung über Ursachen, Erscheinungsformen und Häufigkeit der Kriminalität und Förderung kriminalpräventiver Aktionen und Projekte. Es werden Handlungsempfehlungen für die Politik gefertigt. Das DFK trifft sich mit den Landespräventionsräten zur Abstimmung der laufenden Projekte und ist Mitgestalter des Deutschen Präventionstages[3].

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tätigkeitsschwerpunkte sind die Förderung der Kriminalprävention, Wissensmanagement und Evaluation, Prävention durch Technik[4], Städtenetzwerk[5], Gewaltprävention in Erziehung und Schule,[6][7] Internet-Devianz[8], internationale Zusammenarbeit in der EUCPN, Vernetzung, Kooperation, Bündelung und Synergieförderung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Das DFK ist gehalten, mit den anderen bundesrelevanten Programmen und mit Universitäten verbindlich zusammenzuarbeiten, darunter das BMFSFJ, die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart, das Deutsche Jugendinstitut in München, das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in Hannover, der Weisse Ring in Mainz und die Kriminologische Zentralstelle in Wiesbaden.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Forum veröffentlicht Bücher, Broschüren und Periodika. Das DFK gibt mit seinem Redaktionsleiter Wolfgang Kahl die Zeitschrift forum kriminalprävention sechsmal jährlich im 13. Jahrgang heraus, zeigt online über die Plattform Prävention im Überblick gebündelte Informationsangebote und veröffentlicht ein Newsletter.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BMJ am 26. Juni 2012
  2. Pressemitteilung von Zuwanderung.de
  3. DFK beim Deutschen Präventionstag
  4. Text: Biometrie (PDF-Datei; 746 kB)
  5. Text: Kommunales Präventionsmanagement (PDF-Datei; 2,31 MB)
  6. Text: Gelingensbedingungen... (PDF-Datei; 2,34 MB)
  7. Text: Erhebung zur Situation der EFB (PDF-Datei; 2,37 MB)
  8. Text: Internet-Devianz (PDF-Datei; 2,11 MB)