Dreikönigstreffen (6. Januar)

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Dreikönigstreffen der FDP 2015

Das Dreikönigstreffen der Liberalen hat sich aus seinen Anfängen in den 1860er Jahren im deutschen Südwesten zu einer Großveranstaltung mit bundespolitischer Bedeutung entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FDP-Dreikönigstreffen im Opernhaus Stuttgart am 6. Januar 2015

Seinen Anfang nahm das Dreikönigstreffen am 6. Januar 1866: Nach der Spaltung der Württembergischen Fortschrittspartei am 8. Mai 1864 wurde wenige Monate später am 27. Dezember 1864 die linksliberale Demokratische Volkspartei von Julius Haußmann, Karl Mayer und Ludwig Pfau in Esslingen am Neckar gegründet. Um einen landesweiten organisatorischen Unterbau zu schaffen, wurden im darauffolgenden Jahr zahlreiche demokratische Volksvereine gegründet (23 lassen sich heute noch nachweisen), die am Dreikönigstag 1866 zur ersten Landesvertretertagung in Stuttgart zusammentrafen.[1]

Seit 1920 fand am Tag vor dem eigentlichen Dreikönigstreffen der Landesvertretertag der württembergischen DDP statt, am 6. Januar dann die Landesversammlung.[2] Nach einer zwölfjährigen Zwangsunterbrechung während des Nationalsozialismus nahm die neu gegründete DVP bzw. später FDP/DVP am 6. Januar 1946 die Tradition des Dreikönigstreffens wieder auf.[3]

Das alljährliche Dreikönigstreffen am 6. Januar in Stuttgart ist der politische Jahresauftakt der FDP und eine Großveranstaltung mit bundespolitischer Bedeutung. Am Vorabend findet bereits der traditionelle Dreikönigsball der FDP statt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name geht auf den Dreikönigstag "Epiphanias", den 6. Januar, zurück, an dem das freidemokratische Dreikönigstreffen traditionell stattfindet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreikönigskundgebung der Liberalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Rothmund, Erhard R. Wiehn, Die FDP/DVP in Baden-Württemberg und ihre Geschichte, Stuttgart 1979, S. 64.
  2. Ebenda, S. 144.
  3. Ebenda, S. 325.