Erlachsee (Karlsruhe)

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Erlachsee

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area

Erlachsee

Erlachsee

Lage Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 16,4 ha
Kennung 2.066
WDPA-ID 81619
Natura-2000-ID 7016-343
FFH-Gebiet 5,991 km²
Geographische Lage 48° 59′ N, 8° 26′ OKoordinaten: 48° 59′ 3,9″ N, 8° 25′ 46,3″ O
Erlachsee (Karlsruhe) (Baden-Württemberg)
Erlachsee (Karlsruhe)
Meereshöhe 115 m
Einrichtungsdatum 30. November 1983
Verwaltung Regierungspräsidium Karlsruhe
w1
Erlachsee
Erlachsee NSG BW KA b.JPG
Daten
Koordinaten 48° 59′ 4″ N, 8° 25′ 46″ O
Fläche 7,408 9 ha[1]
Länge 530 m[2]
Breite 220 m[2]
Umfang 1,44 km[2]
Maximale Tiefe 13 m[1]

Der Erlachsee ist ein unter Naturschutz stehender künstlicher See im Naturraum Nördliches Oberrheintiefland im Süden von Karlsruhe in Baden-Württemberg. Er liegt im Oberwald im Einzugsbereich der Kinzig-Murg-Rinne.[3] Das Naturschutzgebiet Erlachsee weist Flachwasserzonen und Röhrichtbestände auf und beherbergt viele teils geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das rund 16,4 Hektar große Gebiet liegt im Karlsruher Oberwald im Stadtteil Durlach.[4] Es umfasst einen künstlich angelegten See sowie einen umgebenden Erlen-Eschenwald.

Steckbrief Naturschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet wurde per Verordnung am 30. November 1983 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und wird unter der Schutzgebietsnummer 2.066 beim Regierungspräsidium Karlsruhe geführt.[4] Es hat eine Fläche von rund 16,4 Hektar und ist in die IUCN-Kategorie IV, ein Biotop- und Artenschutzgebiet, eingeordnet. Die WDPA-ID lautet 81619[5] und entspricht dem europäischen CDDA-Code und der EUNIS-Nr.

Der wesentliche Schutzzweck (§ 3) „ist die Erhaltung, Sicherung und Entwicklung eines künstlich angelegten Sees mit Flachwasserzonen und Röhrichtbeständen als Lebensraum von bedrohten Tier- und Pflanzenarten.“[6]

Das Naturschutzgebiet ist Teilgebiet des Fauna-Flora-HabitatsOberwald und Alb in Karlsruhe“ (Nr. 7016-343) mit einer Fläche von 599,1 Hektar.[7] Es ist somit Teil des Natura-2000-Netzwerks.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Baggersee Erlachsee entstand durch Ausbaggerungen in den 1930er Jahren für den Bau der Reichsautobahn. In den Jahren 1969 und 1970 wurden in dem Gebiet im Zuge der Bauarbeiten der Südtangente erneut Kies abgebaut.[3] Das Gebiet wurde anschließend unter Naturschutzaspekten rekultiviert. Heute hat der See eine Tiefe von bis zu zwölf Metern. Das Gebiet ist eingezäunt.[8]

2011 wurde eine schwimmende Plattform vom Technischen Hilfswerk aus dem See geborgen. Die Plattform diente als Brutinsel für seltene Vogelarten. Aufgrund eines Lecks war diese zuvor gesunken und Styropor, das ursprünglich dem Auftrieb diente, drohte auszutreten und das Gebiet zu verschmutzen.[9]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Naturschutzgebiet finden sich viele teils geschützte Tier- und Pflanzenarten. So bilden die kiesbeschichteten Inseln Brutplätze für den Flussregenpfeifer. Für rastende Zugvögel ist das Gebiet wichtig, da die unterschiedlich tief gelegenen Flachwasserebenen besonders attraktive Nahrungsflächen darstellen. Des Weiteren stellt der See ein Überwinterungsgebiet für Tauch- und Schwimmenten dar.[10]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-5172-7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise) im Layer LUBW-SG10
  2. a b c Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise) in der Karte gemessen
  3. a b Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: NSG Erlachsee. Abgerufen am 18. November 2014.
  4. a b Steckbrief des Naturschutzgebietes im Schutzgebietsverzeichnis der LUBW
  5. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  6. Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, 20. November 1983, abgerufen am 25. November 2014.
  7. Steckbrief des FFH-Gebietes im Schutzgebietsverzeichnis der LUBW
  8. Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz - Erlachsee. Stadt Karlsruhe, abgerufen am 25. November 2014.
  9. THW rettet Erlachsee vor Verschmutzung: Versunkene Brutinsel geborgen. ka-news.de, 24. Oktober 2011, abgerufen am 25. November 2014.
  10. Würdigung des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, 28. April 1982, abgerufen am 25. November 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]