Synagoge (Görlitz)

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Synagoge
Görlitz, Synagoge

Görlitz, Synagoge

Daten
Ort Görlitz
Baumeister Lossow & Kühne
Baujahr 1911
Koordinaten 51° 9′ 10″ N, 14° 59′ 28″ OKoordinaten: 51° 9′ 10″ N, 14° 59′ 28″ O

Die Synagoge in Görlitz ist ein ehemaliges Gotteshaus, das seit 2008 als Kultur- und Begegnungsstätte genutzt wird.

Von 1909 bis 1911 ließ die jüdische Gemeinde in Görlitz in Jugendstilformen ihr Gotteshaus, die Görlitzer Synagoge erbauen. Sie wurde nach Plänen der Dresdner Architekten Lossow & Kühne unter Beteiligung des Glasmalers Josef Goller errichtet. Während der Novemberpogrome am 9. November 1938 erlitt sie nur leichte Beschädigungen und wurde als einzige Synagoge auf dem heutigen Gebiet von Sachsen in dieser Nacht nicht verwüstet. Sie stellt ein bedeutendes Baudenkmal dar.

1963 kaufte die Stadt Görlitz die Synagoge und erklärte sie zum Kulturdenkmal. Da das Gebäude der Witterung ohne Pflege ausgesetzt war, verfiel es in der folgenden Zeit zur Ruine.

1988 wurde eine Gedenktafel für die jüdischen Opfer, insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus, angebracht. 1991 wurde die Synagoge auf Beschluss des Sächsischen Landtages und des Görlitzer Stadtparlaments baulich gesichert.

Zeitweise war die Synagoge eine „bespielbare Baustelle“: Der damalige Außenminister Joschka Fischer sprach hier als Laudator zur Verleihung des Internationalen Brückepreises. Kurz danach wurde die Erlaubnis die Synagoge so zu nutzen, aus baupolizeilichen Gründen widerrufen.

Im November 2008 wurde das Gebäude nach der notwendigen Teilrestauration als konfessionsübergreifend multifunktional nutzbare Versammlungsstätte (Kultur- und Begegnungsstätte) wiedereröffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Synagoge Görlitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]