Georg von Steinmann

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Georg Franz Maximilian Steinmann (seit 1888 von Steinmann) (* 7. Oktober 1830 in Baumgarten; † 4. Juni 1901 in Lübeck) war ein preußischer Verwaltungsjurist, zuletzt Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur in Breslau studierte Steinmann Rechtswissenschaft und Staatswissenschaften an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1849 gehörte er zu Stiftern des kurzlebigen Corps Saxonia Breslau. Im selben Jahr wurde er Corpsschleifenträger der Silesia Breslau und – mit Luiz Vieira da Silva – Mitglied der Saxo-Borussia Heidelberg.[1] 1850 bestand er die Prüfung zum Auskultator beim Appellationsgericht in Halberstadt. Von 1850 bis 1852 leistete Steinmann Militärdienst. 1853 bestand er die Prüfung zum Regierungsreferendar und 1857 zum Regierungsassessor in Erfurt. Danach arbeitete er bei der Regierung in Merseburg und im preußischen Innenministerium. 1860 wurde Steinmann Landrat des Kreises Thorn. Im Zuge des Krieges von 1866 war er Zivilkommissar beim Gouvernement in Prag und wurde am Ende des Jahres mit der vorläufigen Verwaltung der Generalpolizeidirektion in Hannover beauftragt. Im folgenden Jahr kehrte Steinmann in das Innenministerium zurück. Dort wurde er 1870 zum Vortragenden Rat ernannt. 1873 wechselte er als Vizepräsident der Regierung nach Posen. Bereits ein Jahr später wurde Steinmann zum Regierungspräsidenten im Regierungsbezirk Arnsberg ernannt. 1880 wurde er Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein.

1887 wurde er zum Wirkl. Geh. Rat ernannt, im Dreikaiserjahr (wie viele andere) nobilitiert. 1896 wurde Steinmann aus Altersgründen auf eigenes Ersuchen aus dem Dienst der Krone Preußens entlassen.

Er ist Bruder von Otto Steinmann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 34, 8; 35, 278; 120, 377

Weblink[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich Wilhelm von Holtzbrinck Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg
18741880
Alfred von Rosen