Heilig-Kreuz-Kirche (Landsberg am Lech)

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Heilig-Kreuz-Kirche und Neues Stadtmuseum (links) vom Bayertor aus gesehen

Die Heilig-Kreuz-Kirche in Landsberg am Lech liegt auf einer Anhöhe über der Altstadt. Die ehemalige Jesuitenkirche wurde 1754 geweiht. Zuvor stand schon an gleicher Stelle ein Vorgängerbau aus dem Jahr 1584, dieser gehörte zu den ersten Kirchen des Ordens in Deutschland.

Die Rokoko-Ausstattung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Deckengemälde schuf Christoph Thomas Scheffler. Das Hochaltarbild von Johann Baptist Baader von 1758 zeigt die Kreuzigung Christi. Die Heilig-Kreuz-Kirche ist als Noviziatskirche konzipiert. Dies zeigt sich durch Darstellungen der Ordensheiligen Aloisius von Gonzaga, Francisco de Xavier, Ignatius von Loyola, Paul Miki und Gefährten sowie Stanislaus Kostka.

Neben der Heilig-Kreuz-Kirche steht im Norden das alte Jesuitenkollegsgebäude (heute Altenheim und Agrarbildungszentrum des Bezirks Oberbayern) und im Süden das ehemalige Jesuitengymnasium (heute Neues Stadtmuseum).

Gründer des Kollegs und der Kirche war 1576 Graf Schweikhard von Helfenstein (1539–1599), Präsident des Reichskammergerichtes, kaiserlicher Statthalter von Tirol und herzoglicher Pfleger in Landsberg. Er betätigte sich auch als Autor, Publizist und Förderer der Katholischen Reform. Sein Renaissance-Grabmal befindet sich in der Heilig-Kreuz-Kirche und wurde aus dem Vorgängerbau übernommen.[1][2] 1578, bei der Eröffnung des Jesuitenkollegs, war auch der hl. Petrus Canisius anwesend, der zu Helfensteins Freundeskreis zählte.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dagmar Dietrich: Heilig-Kreuz-Kirche Landsberg am Lech. 8. neu bearbeitete Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7954-4066-4, (Kunstführer 93).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heilig-Kreuz-Kirche (Landsberg am Lech) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite zur Gründung des Jesuitenkollegs Landsberg mit Erwähnung von Graf Helfenstein
  2. Epitaph in Landsberg in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  3. Florian Riess: Der selige Petrus Canisius aus der Gesellschaft Jesu, Herder Verlag, Freiburg, 1865, Seiten 468 und 469; Digitalscan

Koordinaten: 48° 2′ 57,9″ N, 10° 52′ 48,7″ O