Hydrofluoride

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Hydrofluoride ist ein Sammelbegriff für die organisch-chemische Stoffklasse der Salze, die Fluorwasserstoff HF mit basischen organischen Verbindungen bildet. Hydrofluoride werden beispielsweise von Aminen, basischen Aminosäuren, Aminosäureestern und Alkaloiden gebildet.

Bei der Reaktion von organischen Diaminen mit überschüssigem Fluorwasserstoff entstehen Dihydrofluoride.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in hochwertiger Zahnpaste am häufigsten benutzte Amin-Hydrofluorid ist N-Octadecyltrimethylendiamin-N,N,N-tris(2-ethanol)-dihydrofluorid (Olaflur). In Arzneimitteln zur Kariesprophylaxe ist zusätzlich das Amin-Hydrofluorid mit dem systematischen Namen 9-Octadecenylaminhydrofluorid (Dectaflur) enthalten. Arzneistoffe mit basischen funktionellen Gruppen werden also als Hydrofluoride eingesetzt.[1]

Nomenklatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amin-Hydrofluoride werden umgangssprachlich nicht ganz korrekt auch Aminfluoride genannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. P. Heinrich Stahl (Herausgeber), Camille G. Wermuth (Herausgeber): Pharmaceutical Salts: Properties, Selection, and Use, 2. Auflage, Wiley, 2011, ISBN 978-3-90639-051-2.