Propylgruppe

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Je zwei verschiedene Darstellungen von Propylgruppen, n-Propyl-Rest (oben) und Isopropyl-Rest (i-Propyl-Rest, unten) mit der Summenformel C3H7. R ist ein beliebiger Rest, z. B. ein Aryl-Rest oder ein Heteroatom wie Fluor, Chlor, Brom, Iod, eine Hydroxid-Rest, ein Amino-Rest oder eine Carbonyl-Funktion etc.. Die verschiedenartigen Propylgruppen sind blau markiert.

Die Propylgruppe ist eine Atomanordnung der organischen Chemie mit der Summenformel C3H7. Sie lässt sich gedanklich durch Abstraktion eines Wasserstoffatoms aus Propan ableiten und tritt in zwei isomeren Formen auf. Abstrahiert man das Wasserstoffatom von einem der beiden endständigen, primären Kohlenstoffatome des Propans erhält man die n-Propylgruppe, hingegen ergibt die Abstraktion vom mittleren, sekundären Kohlenstoffatom eine Isopropylgruppe (i-Propylgruppe). Die Propylgruppe liegt in der homologen Reihe der Alkylreste zwischen der Ethylgruppe (C2H5) und der Butylgruppe (C4H9).

Eine wichtige Verbindung, die eine Isopropylgruppe enthält, ist Isopropylbenzol (Cumol), das Ausgangsprodukt für die industrielle Herstellung von Phenol.[1]

Zwei verschiedene Darstellungen der Cyclopropylgruppe mit der Summenformel C3H5. R ist ein beliebiger Rest, z. B. ein Aryl-Rest oder ein Heteroatom wie Fluor, Chlor, Brom, Iod, eine Hydroxid-Rest oder eine Carbonyl-Funktion etc.. Die Cyclopropylgruppe ist blau markiert.

Cyclopropylgruppe[Bearbeiten]

Die Cyclopropylgruppe leitet sich in analoger Weise vom kleinsten Vertreter der Cycloalkane, dem Cyclopropan ab und besitzt die Summenformel C3H5. Sie ist wegen der abweichenden Summenformel weder ein Isomer der n-Propylgruppe noch der Isopropylgruppe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siegfried Hauptmann: Organische Chemie. 2. Auflage. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1985, ISBN 3-342-00280-8, S. 334–335.