John Difool

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John Difool ist die Hauptfigur und auch der Titel einer Comicserie des chilenischen Filmemachers Alejandro Jodorowsky und des französischen Comiczeichners Moebius (Jean Giraud). Der Zyklus John Difool vor dem Incal (Bände 7 bis 12) wurde nicht von Moebius, sondern dem Serben Zoran Janjetov gezeichnet.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Incal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Difool ist Privatdetektiv Klasse R in einer gigantischen Schachtstadt auf dem erdähnlichen Planeten Terra 21 der Humano-Galaxie. Nach einem misslungenen Auftrag erhält er von einem sterbendem Mutanten einen Incal, ein kleines Objekt in Form einer leuchtenden Pyramide. Außerirdische Berks, Mutanten und der Präsident des Planeten jagen nun nach dem Incal. In der Leichenverwertungsfabrik Techno-Town erreicht Difool den schwarzen Incal, das Gegenstück. Nachdem Techno-Town zerfallen war übergibt Difool den Incal an Animah. Der von den Revoluzzern in der Stadt überrante Präsident mutiert zu einer Nekro-Sonde, einer Tötungsmaschine. Er verfolgt Difool und seine Gefährten in den Untergrund. Dort treffen sie wieder auf Animah und wandern zum Sonnenherzen, dem spirituellen Mittelpunkt des Planeten. Die sieben Gefährten bilden nun ein Sternenschiff mit Soluna, Difools Sohn, als „Bewusstsein“.

Auf dem Wasserplaneten Aquaend bilden sie mutierte Riesenmedusen im Kampf gegen Tausender Schatten-Eier der Techno-Techniker. Gleichzeitig schafft es Difool die Protokönigin im Berk-Reich zu befruchten. Der Techno-Zentograf hat sich auf dem Kriegsstern verschanzt und kann trickreich besiegt werden, danach wird Soluna zum neuen Oberhaupt der Galaxie befördert. Er regt an, in den Teta-Schlaf zu verfallen, nur so könne die Finsternis besiegt werden. 78 Billionen Lebewesen, die Nachkommen Difools, lehnen jedoch ab. Die Protokönigin Barbarah erscheint jedoch den hasserfüllten Jideiern und kann die Menge vom Teta-Schlaf überzeugen. In einer letzten spirituellen Reise begegnet Difool Orh, dem Erschaffer von Zeit und Raum. Dieser rät ihm, sich zu erinnern.

Vor dem Incal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der junge John Difool ist Sohn einer Prostituierten und eines Kleinkriminellen in der überfüllten Stadt auf Terra 2014. Befreundet mit einem Roboter wird er unfreiwillig zum Informanten und erhält eine Lizenz zum Privatdetektivanwärter Klasse R. Um Detektiv zu werden müsste er allerdings noch ein ungelöstes Rätsel lösen. Er versucht herauszufinden, warum Prostituierte keine Kinder bekommen und kann ermitteln, dass jene Babys zur Herstellung der Heiligenscheine der Aristo-Oberklasse benutzt werden und dabei sterben. Bei seiner Arbeit lernt er die Aristo Louz de Garra kennen und lieben. Er zeugt seinen Sohn Soluna bei der als Prostituierte getarnten Animah.

Der letzte Incal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als letzte Klonung des Präsidenten hat sich der metallische Mecha-Präsi durchgesetzt, welches vom riesigen Benthacodon gelenkt wird. Es setzt einen Biofressvirus im ganzen Universum frei und will ein metallisches Zeitalter einläuten. So müssen alle Menschen in Metallwesen transformiert werden. Die reine Liebe zwischen John Difool und Louz de Garra können den Präsi besiegen und die Biokörper den Menschen wieder zurückgeben.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der eigentliche Incal-Zyklus erschien zwischen 1981 und 1988 bei Les Humanoïdes Associés mit Zeichnungen von Moebius und Kolorierung von Yves Chaland (Band 1 und 2), Isabelle Beaumenay-Joannet (Band 3 und 4) und Zoran Janjetov (Band 5 und 6).

Im Anschluss erschien die Reihe John Difool vor dem Incal (Avant L'Incal), die von Zoran Janjetov gezeichnet wurde. Darüber hinaus gibt es den Einzelband Nach der Katharsis mit Zeichnungen von Moebius. Die Weiterführung wurde aber abgesagt, da Jodorowsky nicht zufrieden war. Eine neue, nun dreiteilige Version wurde dann von José Ladrönn als Final Incal gezeichnet. Diese erschien von März 2009 bis 2014 auf Deutsch.

Die Ableger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach John Difool befassten sich folgende Comicserien mit ähnlicher Thematik:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Annestay: Die Geheimnisse des Incal. Carlsen, 1991, ISBN 3-551-72287-0 (zur Entstehungsgeschichte des Incal)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]