Karl Friedrich von Benekendorff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Karl Friedrich Freiherr von Benekendorff (auch Karl Friedrich von Beneckendorff geschrieben;[1] * 1713 in Blumenfelde (Neumark) im Kreis Friedeberg; † 1788 ebenda) war ein preußischer Jurist, Nationalökonom und Agrarwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Friedrich von Benekendorff studierte Rechtswissenschaften in Halle an der Saale. 1735 wurde er zum Kammergerichtsrat in Berlin ernannt. 1742 ernannte Friedrich II. ihn zum Präsidenten der Oberamtsregierung in Breslau.[2] 1751 nahm er seine Entlassung, weil er die preußischen Justizreformen (1749 unter Samuel von Cocceji) missbilligte und zog sich auf sein Gut in Blumenfelde zurück. Dort widmete er sich den Agrarwissenschaften und schrieb einige Bücher.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Friedrich von Benekendorff schrieb zahlreiche Bücher zu landwirtschaftlichen Themen und zur Agrarverfassung, darunter:

  • Berliner Beiträge zur Landwirthschaftswissenschaft, 1771–1785, 2. Aufl. 1789.
  • Oeconomia forensis, 8 Bde. 1775–1784.
  • Der Landwirth in und nach dem Kriege, 1779.
  • Zuverlässige Nachrichten von wichtigen Landes- und Wirthschaftsneuigkeiten, 3 Bde. 1781–1784.
  • Sistematisch-Praktische Abhandlung der Lehre von richtiger Bedüngung der Felder, 1784.
  • Kleine ökonomische Schriften, 2 Bde., 1784–1786.
  • Oekonomisch-juristischer Tractat von der Schäfereigerechtigkeit, 1785.
  • Zufällige Gedanken über die Frage: Warum der heutige Landmann, ob gleich die Landgüter gegen die Zeiten unserer Vorfahren eine weit stärkere Einnahme gewähren, dennoch bei deren Bewirthschaftung mehr arm als reich wird? Verlag des Waisenhauses, Halle 1786.
  • Geheimnisse der Natur für den wirthschaftlichen Landmann, 3 Bde. 1786–1787.
  • Oeconomia controversa, 2 Bde., 1787–1788.
  • Abhandlung von den wichtigen Vortheilen der neuen Crediteinrichtung in der Mark Brandenburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Friedrich von Benekendorff selbst schrieb seinen Namen ohne „ck“, siehe die unter seinem Namen erschienenen Schriften. Die Schreibweise „Beneckendorff“ findet sich zu Lebzeiten selten, häufiger erst ab dem 19. Jahrhundert infolge der Angleichung an die Namensschreibung anderer Angehöriger der Familie.
  2. August Skalweit: Art. Bene(c)kendorf(f), Carl Friedrich von. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 2, 1955, S. 42 online.
  3. Johann Hübner, Friedrich August Rüder: Zeitungs- und Conversations-Lexikon: Ein vaterländisches ..., Band 1, S. 134. (eingeschränkte Vorschau bei Google Book Search).