Lager der Erholung und Arbeit

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Deutsche und polnische Schülerinnen bei der Arbeit in einer Baumschule

Lager der Erholung und Arbeit (LEA, auch Lager für Arbeit und Erholung oder Lager für Erholung und Arbeit) wurden in der DDR vielerorts für Schüler ab dem 14. Lebensjahr für zwei Wochen während der Sommerferien veranstaltet.

Die Teilnahme war freiwillig, die Arbeit wurde bezahlt, für die Versorgung und Unterbringung waren die jeweiligen Betriebe, in denen die Schüler zum Arbeitseinsatz kamen, verantwortlich. Mitunter wurden als Unterkünfte bestehende Lehrlingswohnheime oder Kinderferienlager genutzt.

Gearbeitet wurde täglich zwischen vier und sechs Stunden, zumeist vormittags, danach war Freizeit und es wurden kulturelle Veranstaltungen angeboten.

Überwiegend fanden Arbeitseinsätze in der Landwirtschaft statt, so bei der Ernte von Kartoffeln, Rüben oder Erdbeeren. Aber auch in der Forstwirtschaft, im Garten- und Landschaftsbau, beim Ausheben von Gräben, in Industriebetrieben (z. B. in der Textilindustrie) und beim Sauberhalten von Parks, Plätzen und Straßen wurden die Jugendlichen eingesetzt.

Es fanden auch Auslandseinsätze, zum Beispiel in Polen, statt.

In der Schulzeit gab es auch Ernteeinsätze, die nachmittags nach dem Schulunterricht stattfanden.

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