Melisma

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Das Melisma (von griech. melos „Lied, Weise, Gesang“) bezeichnet eine Tonfolge oder Melodie, die auf einer Silbe gesungen wird.[1]

Beim melismatischen Gesang kommen im Gegensatz zur Syllabik, bei der jeder Note nur eine Silbe zugeordnet ist, mehrere Noten auf einen Vokal. Ein Beispiel ist die Vertonung des Gloria, bei der dem o zahlreiche verschiedene Töne intoniert werden (Glo-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-ria). Die musikalische Gattung des melismatischen Gesangs, der im Früh- und Hochmittelalter beispielsweise im Gregorianischen Choral und im orthodoxen Kultgesang große Bedeutung hatte, wird Melismatik genannt. Gleichzeitig ist dieser Terminus auch die Bezeichnung für die Satztechnik einer melismatischen Passage innerhalb z.B. einer Motette oder eines Madrigals.

Heute ist das Melisma im Contemporary R&B üblich.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.zeno.org/Brockhaus-1911/A/Melisma?hl=melisma