Muhammad ibn Ismail

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Muḥammad ibn Ismāʿīl (arabisch محمد بن إسماعيل) war ein Sohn von Ismāʿīl ibn Ǧaʿfar, des 6. Imams der Ismailiten (Siebener-Schiiten). Diese abgespaltene Gruppe von Schiiten betrachtet Muhammad ibn Ismail als ihren verborgenen siebten Imam.

Ismāʿīl ibn Ǧaʿfar starb vor seinem Vater, Ǧaʿfar as-Sādiq, der von den Imamiten als 6. und von den Ismailiten als 5. Imam verehrt wird. Die Anhänger Ismāʿīls, also die sog. Ismāʿīliten, akzeptierten nicht den eigentlich vom Vater Ǧaʿfar bestimmten zweiten Sohn, Mūsā al-Kāzim, als ihren Imam. Den Ismailiten zufolge war vielmehr Muḥammad ibn Ismāʿīl, also der Sohn des bereits verstorbenen Ismāʿīl, der siebte und letzte Imam.

Die Hauptströmung der Ismāʿīliten bildete sich um diese Gruppe (siehe auch Liste der Fatimiden-Imame), während die Imamiten oder Zwölfer-Schiiten Ismails wesentlich jüngeren Halbbruder Mūsā al-Kazim als siebten Imam anerkennen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farhad Daftary: Kurze Geschichte der Ismailiten. Traditionen einer muslimischen Gemeinschaft (= Kultur, Recht und Politik in muslimischen Gesellschaften. Band 4). Ergon, Würzburg 2003, ISBN 3-89913-292-0 (englisch: A Short History of the Ismailis. Übersetzt von Kurt Maier, 2. Aufl. Cambridge University Press 2007).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]