Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers

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Museum der Zivilisation Europas und des Mittelmeers
Marseille-MuCEM-bjs180810-01.jpg
Daten
Ort Marseille, Frankreich
Architekt Rudy Ricciotti
Eröffnung 7. Juni 2013
Leitung
Jean François Chougnet[1]
Website

Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (französisch: Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, kurz: MuCEM) befindet sich im Alten Hafen von Marseille. Es wurde am 7. Juni 2013 anlässlich der Ernennung Marseilles als Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2013 eröffnet.[2] Das MuCEM ist das erste Musée National außerhalb von Paris.[3]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detail der Gebäudehülle auf den Wasserseiten
Fußgängersteg zum Fort Saint-Jean

Das Museum wurde für 190 Millionen Euro[4] vom französischen Architekten Rudy Ricciotti errichtet. MuCEM ist an der Esplanade du J4 gelegen, einer künstlichen Halbinsel am Ausläufer des Alten Hafens. Das historische Fort Saint-Jean lässt sich über einen Fußgängersteg erreichen. Neben dem MuCEM steht die Villa Méditerranée.

Der Museumsbau ist kubisch angelegt und verglast. Zwei zum Hafenwasser ausgerichtete Seiten sind mit einer netzartigen Betonkonstruktion versehen.[3] Die Besucher können auf einem Außenrundgang zwischen dem Gebäude und dem Betonnetz gehen.

Vom Dach des Gebäudes führt ein Fußgängersteg über das Hafenbecken zum Fort Saint-Jean.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wurde am 4. Juni 2013 durch Staatspräsident François Hollande eröffnet und am 7. Juni der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Dauerausstellung, Galerie de la Méditerranée, zeigt den Übergang zum Ackerbau, die Erfindung der Religionen sowie die Geburt des aufgeklärten Bürgers.[3]

Daneben fanden sich die beiden Sonderausstellungen Le Noir et Le Bleu (Das Schwarze und das Blaue) und Au Bazar du Genre (Auf dem Bazar des Geschlechtes). Sie stellen die Geschichte des Mittelmeerraums in Hinblick auf den Kontrast zwischen europäischem und afrikanischem Leben sowie die Rolle von Frauen und Sexualität in der Region dar.[5]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das MuCEM – Ein neues Museum für Marseille. Dokumentarfilm, Frankreich, 2013, 54 Min., Buch und Regie: Samuel Lajus, Produktion: arte France, 13 Productions, MuCEM, deutsche Erstsendung: 20. Juli 2014 bei arte, Inhaltsangabe von arte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gouvernance. Website des Museums, abgerufen am 23. November 2019.
  2. Aufbruch ins 21. Jahrhundert: Das Museum für Zivilisationen in Marseille (Juni 2013). Französische Botschaft in Wien, abgerufen am 23. November 2019.
  3. a b c Kathrin Hondl: 40.000 Quadratmeter Mittelmeer-Union. Deutschlandfunk, 4. Juni 2013, abgerufen am 18. August 2013.
  4. Lena Bopp: Museum Mucem in Marseille. Die Stadt schlägt die Augen auf. FAZ, 30. April 2013, abgerufen am 4. Juni 2013.
  5. Sascha Lehnartz: Als am Mittelmeer noch Pinguine lebten. Die Welt, 3. Juni 2013, abgerufen am 4. Juni 2013.
  6. Rudy Ricciotti mit Colored Concrete Works Award 2017 ausgezeichnet - LANXESS. Abgerufen am 18. Mai 2017 (englisch).

Koordinaten: 43° 17′ 49″ N, 5° 21′ 40,1″ O