Philipp Schöller

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Philipp Schöller (vollständiger Name: Johann Philipp Schöller, auch Schoeller geschrieben; * 1. Dezember 1771 in Düsseldorf; † 4. April 1842 ebenda) war Oberbürgermeister von Düsseldorf.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Philipp Schöller selbst ist nur wenig bekannt. Er stammte aus der alten Jülicher Linie der Unternehmerfamilie Schoeller ab und war der Sohn des von Düren nach Düsseldorf verzogenen Apothekers Heinrich Wilhelm Schoeller (1724–1771) und der Anna Maria Nacken († 1818), wobei sich die Schreibweise seines Namens geändert hat. Den Eltern gehörte das Haus Königsallee 15. Schöller war seit 1826 Erster Beigeordneter der Stadt Düsseldorf. Von Mai 1828 bis zum August 1833 war er Oberbürgermeister.[1] Als er 1828 nach dem Rücktritt von Friedrich Adolf Klüber kommissarisches Stadtoberhaupt wurde, war der ehemalige Kaufmann bereits Rentner. Als Protestant zeigte Schöller wenig Geschick gegenüber den religiösen Empfindungen der überwiegend katholischen Bevölkerung und fand wenig Resonanz bei den Bürgern. Dennoch konnte sich Schöller über fünf Jahren in seinem Amt halten. In seine Amtszeit fiel die Gründung der Handelskammer in Düsseldorf, deren Vorsitz er bei Sitzungen auf Grund des preußischen Rechts führte. Das Verhältnis galt als angespannt. Von 1826 bis 1833 war Schöller auch Mitglied des Rheinischen Provinziallandtages, der in dieser Zeit allerdings nur sechsmal tagte.

Philipp Schöller war verheiratet mit Henriette Lohmann (1777–1855), deren gemeinsame Tochter Maria Emilia (1800–1854) im Jahre 1820 den Dürener Geheimen Kommerzienrat Leopold Schoeller heiratete.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf. Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 2. Schwann/Patmos, Düsseldorf 1988, ISBN 3-491-34221-X. S. 353, 361, 492
  • Hugo Schoeller, August Victor Schoeller: Geschichte der Familie Schoeller, 2 Bände. R. Eisenschmid, Berlin 1894. Neuauflage bei Stedman und Wallmoden 1994, ISBN 3-9803288-2-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rulers.org