PoliScan speed

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„PoliScan speed“ stationär in Berlin

PoliScan speed ist ein System zur Geschwindigkeitsüberwachung des Herstellers Vitronic. Zum Messen wird die laserbasierte LIDAR-Technologie (Light Detection and Ranging) eingesetzt. Über Laufzeitmessung ermittelt ein scannender Laser die Geschwindigkeiten und Positionen aller Fahrzeuge im Messfeld.

PoliScan speed gibt es als mobiles oder als stationäres System; als stationäres Gerät ist es als so genannte Blitzer-Säule bekannt. Beide Systeme sind für eine Überwachung von drei Fahrspuren je Richtung,[1] bei einer Messrate von kleiner als einer Sekunde je Fahrzeug ausgelegt. Der Arbeitsbereich liegt zwischen 10 und 75 m, der Messbereich zwischen 10 und 250 km/h.[2]

Die Systeme der etwa 100.000 Euro teuren PoliScan-Familie werden neben der Geschwindigkeitsüberwachung auch zur Rotlichtüberwachung oder zur automatischen Kennzeichenlesung eingesetzt.

In der obergerichtlichen Rechtsprechung wird die messtechnische Nachvollziehbarkeit anerkannt,[3] während Untergerichte den überprüfbaren Beweis der richtigen Messwertgewinnung bei den mobilen Geräten bezweifeln. („Black Box“).[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vitronic.com (abgerufen am 20. September 2015)
  2. vitronic.de Technische Daten (abgerufen am 20. September 2015)
  3. Verwaltungsgericht Köln, Beschluß vom 27. Dezember 2012 – 18 L 1617/12; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Januar 2010, Az. IV-5 Ss (OWi) 206/09 – (OWI) 178/09 I, Volltext – zum Messverfahren.
  4. Amtsgericht Aachen, 444 OWi-606 Js 31/12-93/12; dazu Stellungnahme der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt; Amtsgericht Tiergarten, Urteil vom 13. Juni 2013 – (318 OWi) 3034 Js-OWi 489/13 (86/13).
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