Quasistatisch

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Wird ein physikalischer Prozess so ausgeführt, dass er ausschließlich als eine Abfolge von Gleichgewichtszuständen betrachtet werden kann, nennt man diesen Prozess quasistatisch oder quasistationär. Die Zeitskala, auf der ein quasistatischer Prozess abläuft, muss also viel langsamer sein als die sogenannte Relaxationszeit, also die Zeitskala in der sich ein Gleichgewicht einstellt: . Aus diesem Grund werden quasistatische Prozesse gelegentlich auch als „unendlich langsam“ bezeichnet, was jedoch den falschen Eindruck erweckt, dass sie vollkommen praxisfern wären.[1]

In der Thermodynamik und in der Mechanik spielen quasistatische Prozesse eine große Rolle als idealisierte Zustandsänderungen, siehe Carnot-Kreisprozess bzw. Festigkeitsnachweise in der Baustatik.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Bartelmann: Theoretische Physik. Springer Spektrum, Berlin 2015, ISBN 978-3-642-54617-4, S. 1096f.