Seefahrt ist not!

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„Seefahrt ist not!“ ist ein 1913 erschienener Roman des Schriftstellers Gorch Fock.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung spielt in Finkenwärder (dem heutigen Finkenwerder bei Hamburg, das sich bis 1946 mit „ä“ schrieb) Ende des 19. Jahrhunderts. Klaus Mewes (Spitzname Klaus Störtebeker), Sohn eines Hochseefischers, zieht es hinaus auf das Meer. Er versucht alles, um bei seinem Vater als Schiffsjunge anzuheuern. Seine Bemühungen haben Erfolg und er darf seinen Vater zum Fischfang auf die Nordsee begleiten. Auch als der Vater von einer Fahrt nicht mehr zurückkommt, hält es Klaus nicht an Land. Er fährt weiter erfolgreich zur See und wird zuletzt Eigentümer des schönsten Austernkutters an der Elbe.

In seinem wohl bekanntesten Roman schildert Gorch Fock auf realistische Weise das Leben der Fischer an der „Waterkant“. Dem Autor gelingt es, eine dichte Atmosphäre aus Meer, Fernweh, Schifffahrt, Lokalkolorit und der Arbeitswelt der Fischer aufzubauen. Plattdeutsche Dialoge gehören hierbei zu seinen Gestaltungsmitteln.

Im Zentrum der Romanhandlung steht der Knabe Klaus. Fock schildert ihn in einer existentiellen Konfliktsituation. Einerseits möchte Klaus dem Vater, seinem großen Vorbild, nacheifern und als Fischer auf das Meer hinausfahren. Auf der anderen Seite steht aber die Mutter. Sie verbindet mit dem Meer vor allem Gefahr, Schmerz, Tod und versucht deshalb Klaus an Land zu behalten.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorch Focks Heimatroman war ein großer literarischer Erfolg. Anfangs vor allem noch als Abenteuer- und Jugendroman gelesen, passte er später in das Propagandakonzept der Nationalsozialisten. Wenn auch deutschnational orientierte anti-englische Anklänge deutlich werden, wäre es wohl aus heutiger Sicht nicht zutreffend, Gorch Focks Roman dem Genre der Blut-und-Boden-Literatur zuzuordnen.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921: Seefahrt ist not! (Stummfilm, 5 Akte, 1761 m) – Regie: Rudolf Biebrach, mit Rudolf Biebrach, Lucie Höflich, Albert Kunze, Hugo Döblin, Ilka Grüning, Werner Pfullmann, Hans Marr, Hermann Picha, Martha Laurance und Tommy Tomborini

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gorch Fock: Seefahrt ist not, rororo Taschenbuchausgabe, 1961

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]