Stapinus

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Fantasieporträt des Bischof Stapinus. Aus dem Gebetbuch „Die betrübte und nach ihrem Geliebten seufzende Turteltaube oder die bußertige christliche Seele“. Nürnberg und Sulzbach, 1806, anonym

Stapinus ist ein Heiliger der katholischen Kirche.

Über die Person des Stapinus gibt es keine zuverlässigen historischen Quellen. Nach kirchlicher und lokaler Überlieferung soll er zwischen 683 und 788 n. Chr. in Dourgne im Département Tarn (Region Midi-Pyrénées, Frankreich) geboren worden sein, als Einsiedler in der Gegend gelebt und später als Bischof von Carcassonne gewirkt haben.

Er wurde im Mittelalter und in der Neuzeit in mehreren europäischen Ländern, darunter Südfrankreich, Belgien und Deutschland, als Patron der Gichtkranken verehrt. Sein Kult fand im 17. Jahrhundert Eingang in die Acta Sanctorum. Ebenfalls im 17. Jahrhundert bestand eine Bruderschaft seines Namens in Lyon, und noch im 19. Jahrhundert fanden Wallfahrten nach Dourgne statt.[1] Dort befindet sich bis heute eine dem Hl. Stapinus geweihte Kapelle aus dem 15. Jahrhundert und eine Statue des Heiligen.[2]

Stapinus wurde als Bischof dargestellt, die Füße wie die eines Gichtkranken verbunden. Sein Todestag wurde am 6. August gefeiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vivies, B. de S.: Stapin évêque de Carcassonne (VIIe s.) entre mythe et histoire - Bulletin de la Société d'études scientifiques de l'Aude (Carcassonne) 89 (1989), S. 21-31.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im Vollständigen Heiligen-Lexikon, Hg. J. E. Stadler et. al., Augsburg 1858.
  2. siehe website der Gemeinde Dourgne