Veilsdorf (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Veilsdorf

Veilsdorf ist der Name eines alten vogtländisch-fränkischen Ministerialengeschlechts.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie von Veilsdorf, Veilsch oder Veils soll bereits im 9. Jahrhundert auf Veilsdorf in Thüringen gewesen sein. Sie waren vermutlich Vasallen des Klosters Fulda. Erstmals genannt wurden die „Ritter von Veilsdorf und Massenhausen“ 1195 im Zusammenhang mit dem Benediktiner-Nonnen-Kloster Veilsdorf (gegründet um 1153–1180). Im Nordosten des Ortes gab es eine Burg, das „Steinhaus“ genannt, gelegen gegenüber der Trigelsburg, in welcher die Ritter und Herren von Veilsdorf ihren Sitz hatten. Diese Burg soll schon 1338 zerstört gewesen sein. Im 15. Jahrhundert verlieren sich die Spuren dieser Familie.

Der Familienstamm der von Veilsdorf teilte sich vermutlich später in die Linien: von Zedtwitz, von Feilitzsch, von Röder, von der Heyde/Heydte, von Hundelshausen, von Machwitz, von Gößnitz, v. Perglas, sowie möglicherweise den v. Radwitz/Rebitz/Redwitz auf. Die Verwandtschaft wird teils durch die Benutzung des gleichen Wappens und teils durch die Ortsnähe vermutet.

Sie war im Mittelalter mit folgenden weiteren adeligen Familien verwandt: von Massenhausen und von Heßberg.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schild ist von Silber, Rot und Schwarz geteilt.

Wappenverwandte Familien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Zinnenberge (Quingenberge) gebrauchten ebenfalls ein dreifach von Silber, Rot und Schwarz geteilten Schild. Die Reihenfolge der Farben im Wappen bei den von Machwitz, Pergler von Perglas und von Gößnitz ist von Rot Silber Schwarz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Human, Armin: Chronik vom Kloster Veilsdorf – Eine Quellenstudie, veröffentlicht von F.W. Gadow & Sohn, Hildburghausen 1882
  • Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens, Herzogtum Sachsen Meiningen, Kreis Hildburghausen, II Bd., Jena 1904