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Verhütungsstäbchen

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Das Verhütungsstäbchen, auch Hormonstäbchen genannt, ist ein Medizinprodukt, das zur Empfängnisverhütung unter die Haut des Oberarms eingesetzt wird.[1] Die Wirksamkeit setzt nach einer Woche ein und hält je nach Art mindestens 3 bis 5 Jahre an.[2] Bei Kinderwunsch kann es jedoch früher entfernt werden.[1] Etwa eine von 1.000 Frauen wird im Laufe eines Jahres während der Anwendung schwanger.[2] Weitere Anwendungsgebiete könnten Endometriose und Menstruationsbeschwerden wie Dysmenorrhoe sein.[2]

Nebenwirkungen sind selten. Blutergüsse oder Schmerzen an der Injektionsstelle können in einigen Prozent der Fälle auftreten.[2] Metrorrhagie kann auftreten und die Menstruation kann bei bis zu 20 % der Frauen nach einem Jahr ausbleiben.[2] Sie bieten keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.[2] Die Anwendung wird nicht empfohlen bei Frauen, die innerhalb der letzten 5 Jahre an Brustkrebs erkrankt waren.[2] Es wirkt durch die Freisetzung von Hormonen, die den Eisprung verhindern und die Öffnung des Gebärmutterhalses blockieren.[2] Das Hormonstäbchen gehört zu den teuersten Verhütungsmitteln.[3]

Gynäkologen implantieren das Hormonstäbchen in den Oberarm.[4] Vor der Anwendung sind weder eine gynäkologische Untersuchung noch ein Schwangerschaftstest erforderlich.[2] Die Platzierung wird im subkutanen Gewebe über dem Trizepsmuskel empfohlen.[2] Es kann auch bei Frauen aller Gewichtsklassen (BMI) angewendet und unmittelbar nach der Entbindung eingesetzt werden.[2] Einige Medikamente wie z. B. Breitbandantibiotika, Johanniskraut, einige Antiepilektika und Psychopharmaka wie Carbamazepin setzen die Verhütungswirkung des Verhütungsstäbchens herab.[2]

Das Hormonstäbchen wurde erstmals 1983 in Finnland und 1990 in den Vereinigten Staaten für den medizinischen Gebrauch zugelassen.[5] Sie werden im Jahr 2020 von etwa 25 Millionen Frauen weltweit genutzt und sind mit fast 50 % die am häufigsten angewandte Verhütungsmethode in Guinea-Bissau und Ruanda.[6] Sie unterscheiden sich von Intrauterinpessaren (IUPs), die in die Gebärmutter eingesetzt werden.[7]

Commons: Contraceptive implants – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Birth Control Implants | Nexplanon Information. In: www.plannedparenthood.org. Abgerufen am 28. Februar 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Cason, Patty; Cwiak, Carrie; Edelman, Alison; Kowal, Deborah; Marrazzo, Jeanne M.: Contraceptive Technology. Hrsg.: Jones and Bartlett Publishers, Inc. 22. Auflage. 2023, ISBN 978-1-284-25503-4 (englisch).
  3. Hormonimplantat – Hormonstäbchen. In: pro familia. Abgerufen am 28. Februar 2026.
  4. Hormonimplantat – Hormonstäbchen. In: Pro Familia. Abgerufen am 28. Februar 2026.
  5. H Hohmann, MD Creinin: The contraceptive implant. In: Clinical obstetrics and gynecology. 50. Jahrgang, Nr. 4, Dezember 2007, S. 907-17, doi:10.1097/GRF.0b013e318159c2f6, PMID 17982333 (englisch).
  6. United Nations: Department Of Economic And Social Affairs: World family planning 2022: meeting the changing needs for family planning: Contraceptive Use by Age and Method, contraceptive use by age and method. Hrsg.: United Nations. 2023, ISBN 978-92-1148376-5.
  7. IUD and Implant: Set It and Don’t Sweat It Birth Control. In: www.plannedparenthood.org. Abgerufen am 9. April 2024 (englisch).