Wissenschaftszentrum Weihenstephan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt
Logo
Gründung 1868 (als TH in München)

1970 (Campus Weihenstephan)
2000 (Wissenschaftszentrum Weihenstephan)

Ort Freising
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Dekan Thomas Becker [1]
Studenten ca. 5.000 (WS 2014/15)[2]
Mitarbeiter ca. 1500 (Mrz. 2012)
davon Professoren 90 (Dez. 2017)
Website www.wzw.tum.de

Das Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München (WZW) in Freising-Weihenstephan umfasst sieben Forschungsdepartments und sechs Studienfakultäten. Das WZW ist Teil der Technischen Universität München.

Die interdisziplinäre Verschränkung aller Disziplinen der Life Sciences am Campus Freising-Weihenstephan ermöglicht die Erforschung des gesamten Lebenszyklus von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Von den genetischen und biologischen Grundlagen über die Erzeugung bis hin zu Verarbeitung und Konsum untersuchen Weihenstephaner Forscher die Wertschöpfungskette. Zusätzlich ist das WZW eng mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft verbunden, die sich ebenfalls auf dem Campus befinden.

Über 72 Professoren betreuen etwa 5000 Studierende. Forschungsschwerpunkte sind die Bio- und Gentechnologie, biogene Rohstoffe, Ernährungsphysiologie sowie die Verfahrenstechnik der Stoffumwandlung vom Rohstoff zum Lebensmittel (mit den traditionsreichen Brauerei-Lehrstühlen), nachhaltige Landnutzung, Forstwirtschaft, Holzforschung, Ökosystemforschung sowie Ökologie.

Studienfakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sechs Studienfakultäten sorgen für eine flexible und moderne universitäre Ausbildung:

Forschungsdepartments[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sieben Forschungsdepartments sollen zur wissenschaftlichen Identitätsbildung und Außenwirkung beitragen, indem sie fachlich und wissenschaftsmethodisch verwandte Lehrstühle und Fachgebiete zusammenfassen:

Entwicklung des Hochschulstandortes Weihenstephan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1803 wurde durch den bayerischen Kurfürsten und späteren König Max Joseph von Bayern in den wegen der Säkularisation in Bayern leer stehenden Gebäuden des Klosters Weihenstephan zunächst eine Forstschule, im Januar 1804 dann eine Musterlandwirtschaftsschule und die „Kurfürstliche Centralbaumschule Weihenstephan“ gegründet.
  • 1807 Schließung der Schule aufgrund der napoleonischen Kriege (1792–1815);
  • 1822 Wiedereröffnung der Landwirtschaftsschule in Schleißheim und 1852 Verlagerung nach Weihenstephan;
  • 1855 Gründung der Bayerischen Hauptversuchsanstalt für Landwirtschaft durch Justus von Liebig;
  • 1895 Weihenstephan wird zur „Königlichen Bayerischen Akademie für Landwirtschaft und Brauereien“;
  • 1907 Die Weihenstephaner Versuchsbrauerei entstand.
  • 1928–1930 Eingliederung der Weihenstephaner Akademie in die Technischen Hochschule München (spätere TUM);
  • 1970 Planmäßiger Ausbau des Campus, der Mensa und des Zentralen Hörsaalgebäudes mit Praktikabau;
  • 1998 Verlagerung der TUM Biologie nach Weihenstephan;
  • 1999 Mit Beschluss des Bayerischen Ministerrats wurde die Forstwissenschaftliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) in die Technische Universität München integriert.
  • 2000 Gründung des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt: Die drei am Standort existierenden Fakultäten „Landwirtschaft und Gartenbau“, „Brauwesen, Lebensmitteltechnologie und Milchwissenschaft“ sowie „Forstwissenschaft“ wurden mit der TUM-Biologie zu einer neuen, interdisziplinär aufgestellten Fakultät zusammengeschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wissenschaftszentrum Weihenstephan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gestalten -- nicht Verwalten! TUM, Studienfakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie, 24. Oktober 2016, abgerufen am 3. März 2017.
  2. Die TUM in Zahlen. TU München, abgerufen am 1. September 2015.

Koordinaten: 48° 23′ 56″ N, 11° 43′ 16″ O