Émeraude-Klasse (1906)

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Émeraude Klasse
Marine nationale française
Die Émeraude 1909
Allgemeine Daten
Schiffstyp: U-Boot
Marine: Französische Marine
Einheiten: 6
Boote der Klasse
Émeraude, Opale, Rubis, Saphir, Topaze, Turquoise
Technische Daten
Besatzung: 21
Verdrängung:
  • über Wasser: 392 ts
  • unter Wasser: 425 ts
Geschwindigkeit:
  • aufgetaucht: 11,5 kn (21 km/h)
  • getaucht: 9,2 kn (17 km/h)
Fahrbereich:
  • über Wasser bei 7,3 kn:
    • 200 NM (370 km)
  • unter Wasser bei 5 kn:
    • 100 NM (185 km)
Bewaffnung
Torpedos: 6*450 mm Torpedorohre

Die Émeraude-Klasse war eine U-Boot-Klasse der französischen Marine im Ersten Weltkrieg.

Die Einhüllenboote führten sechs 450 mm Torpedorohre, von denen vier im Bug und zwei im Heck montiert waren. Reservetorpedos wurden nicht mitgeführt. Mit der Émeraude-Klasse wurden in der französischen Marine erstmals Deckgeschütze auf U-Booten eingeführt. Die beiden zuletzt gebauten Boote Topaze und Turquoise besaßen jeweils ein 37 mm Geschütz. Die frühe französische U-Boot-Konstruktion litt unter verschiedenen Problemen. Die Boote hatten an der Oberfläche ein schlechtes Auftriebsverhalten und der Dieselantrieb war zu schwach.

Ein Boot ging im Ersten Weltkrieg verloren, ein weiteres geriet in feindliche Hand:

  • Die Saphir lief am 15. Januar 1915 in den Dardanellen auf eine Seemine und sank.
  • Die Turquoise wurde am 30. Oktober 1915 durch osmanisches Geschützfeuer beschädigt und lief auf Grund. Die Türken hoben das Boot und benannten es in Mustadieh Ombashi um. Die Türkische Marine stellte das erbeutete Boot nie in Dienst. Nach Kriegsende kehrte das U-Boot nach Frankreich zurück.

Im November 1919 wurden die U-Boote der Émeraude-Klasse verschrottet.

Boote der Klasse[Bearbeiten]

  • Émeraude (Q 41)
    • Stapellauf: 6. August 1906
    • Verbleib: im November 1919 verschrottet
  • Opale (Q 42)
    • Stapellauf: 20. November 1906
    • Verbleib: im November 1919 verschrottet
  • Rubis (Q 43)
    • Stapellauf: 26. Juni 1907
    • Verbleib: im November 1919 verschrottet
  • Saphir (Q 44)
    • Stapellauf: 6. Februar 1908
    • Verbleib: am 15. Januar 1915 auf eine Mine gelaufen und gesunken.
  • Topaze (Q 45)
    • Stapellauf: 2. Juli 1908
    • Verbleib: im November 1919 verschrottet
  • Turquoise (Q 46)
    • Stapellauf: 3. August 1908
    • Verbleib: 1915 gestranded und von den Türken erbeutet, 1919 zurück nach Frankreich und verschrottet

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]