100 Grad Festival

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Das 100 Grad Festival (auch „100° Festival“ oder „Langes Wochenende des Freien Theaters“) ist ein deutsches unkuratiertes[1] Off-Theater-Festival. Es wird seit 2003 in Berlin in den Sophiensaelen und im Hebbel am Ufer ausgerichtet. Dort werden vor allem junge Theatermacher mit ihren Produktionen vorgestellt. Häufig bilden das Festival und die mit ihm ausgeschriebenen Preise eine Möglichkeit zum Eintritt in den professionellen Theaterbetrieb.

Organisation[Bearbeiten]

Ausgerichetet und organisiert wird das Festival vom Hebbel am Ufer Theater und den Sophiensaelen. Die Veranstaltung findet auf allen drei Bühnen des Hebbel-Theaters und auf zwei Bühnen der Sophiensaele statt. Das Festival findet jährlich in den ersten Monaten des Jahres an einem Wochenende statt und geht über 4 Tage. Es ist bekannt als „Theater-Marathon“, da weit über 100 Produktionen in dieser Zeit in den fünf Spielstätten zu sehen sind. Keine der auftretenden Gruppen erhält eine Gage.[2] Im Rahmenprogramm finden außerdem Besprechungen der Stücke durch Experten statt.

Kritisiert wird das Festival wegen der fehlenden Gagen als „Selbstausbeutungsbetrieb“.[3] Dagegen stehen Darstellungen, nach denen sich gerade die Verweigerung der Auswahl der Stücke und das Öffnen des Theaters auch für Amateurgruppen gegen die Übermacht des sonst geschlossenen Theatermarktes stellen.[1]

Preise[Bearbeiten]

Es werden für jedes Haus (Sophiensaele, HAU1, HAU2, HAU3) jeweils ein Jurypreis und ein Publikumspreis verliehen. Die Preise sind undotiert und dienen eher der Öffentlichkeitswirkung. Symbolisch wird klassischerweise eine Flasche Wodka mit dem Jurypreis verliehen. Die ausgezeichneten Produktionen werden ein weiteres Mal eingeladen, und gelegentlich auch auf Gastspiel in weitere europäische Theater geschickt.

Gewinner des 100° Festivals[Bearbeiten]

2012[Bearbeiten]

Jury:

  • Florentina Holzinger / Vincent Riebeek - "Spirit"
  • Musiktheater bruit! - "es glaubt es rauscht"
  • Anna Nowicka - "Fire burning in your hair"
  • Leyla Postalcioglu - "roof"
  • Johanna Castell - "Analog Avatar"

Publikum:

  • Sibylle Polster / Dylan Nicole Bandy - "Strangers in a Song"
  • Anne Schneider - "Schwesternherz"

2011[Bearbeiten]

Jury:[4]

Publikum:[4]

2010[Bearbeiten]

Jury:[5]

  • PlastikWorks - „MAYBE ONE DAY WE’LL BE UNITED – Der seltsame Fall des Doktor Westerwave und Mr Hasselhoff“
  • Caroline Creutzburg und Sophie Reble - „Eine Pistole, ein Tanz"
  • vorschlag: hammer - „Vom Schlachten des gemästeten Lamms“
  • Lovefuckers - „Pieps, du kleiner Vogel“
  • Bottlefed - „Hold me Until You Break“

Publikum:[5]

  • Sudermann & Söderberg - „Freedom of Speech“
  • Theaterkosmos 53 - „Paul und Paula – eine Legende“

2009[Bearbeiten]

Jury:[6]

Publikum:[6]

  • Julia und Julia flippen aus - „*Muschiballett* meets Barbielon – performance in progress #3“
  • Spicy Tigers on Speed - "Viola & The Perverters „Dragzhaufen“

2008[Bearbeiten]

Jury:[7]

  • Jumbled - „Oh my green soap box“
  • Johanna Chemnitz und Palina Krause - „Festland“
  • Pedro Martins Beja / Steffen Köhn - „Berlin Alexanderplatz oder was“
  • Niels Bovri und Christophe Hocké - „Das Fahrrad“
  • Boris Nikitin & Malte Scholz - „Woyzeck“

Publikum:[7]

  • Temple Theatre - „Anger“
  • Janne Gregor & Lukas Besuch - „Blau“
  • Bernhard Dechant, Mathis Julian Schulze, Ralf Meirich & Gwendolyn Bahr - „Don Quichote“

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eberhard Spreng: Markt der Möglichkeiten gegen die Marktmacht. dradio.de. 5. Februar 2007. Abgerufen am 18. April 2011.
  2. Tom Mustroph: Hamlet im Jobcenter. neues-deutschland.de. 4. März 2010. Abgerufen am 18. April 2011.
  3. Tom Mustroph: Theater-Zapping. neues-deutschland.de. 2. März 2011. Abgerufen am 18. April 2011.
  4. a b 100grad.wordpress.com: 100° Berlin Preisträger 2011, Zugriff am 18. April 2011
  5. a b myspace.com: AND THE WINNER IS….., Zugriff am 18. April 2011
  6. a b Pressemeldung Hebbel Am Ufer, zuletzt besucht am 17. April 2011
  7. a b Pressemeldung Hebbel Am Ufer, zuletzt besucht am 17. April 2011