188. Gebirgs-Division (Wehrmacht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
188. Gebirgs-Division
Truppenkennzeichen – Der Gamsbock
Truppenkennzeichen – Der Gamsbock
Aktiv 1. März 1944 bis 8. Mai 1945 (Kapitulation)
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Gebirgstruppe
Typ Gebirgsdivision
Grobgliederung Siehe Unterkapitel
Garnison Innsbruck
Zweiter Weltkrieg Partisanenbekämpfung in Italien und Jugoslawien
Leitung
Einziger Kommandeur Generalleutnant Hans von Hößlin

Die 188. Gebirgs-Division war ein Großverband der Gebirgstruppe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorläufer der 188. Gebirgs-Division war die im Alpenraum aufgestellte Ersatzdivision Nr. 188 des Stellvertretenden Generalkommandos des XVIII. Armeekorps, Salzburg. Am 8. Oktober 1943 erfolgte die Umbenennung und Umgliederung in 188. Reserve-Gebirgs-Division, wobei ein Teil der Division als Ersatzdivision im Heimatkriegsgebiet verblieb, während der andere als Feldausbildungs-Division mobil und mit Feldpost-Nummern versehen nach dem Kriegsaustritt Italiens in den oberitalienischen Raum von Belluno-Tarvis-Görz verlegt wurde. 1944 erfüllte die Division Sicherungsaufgaben und Einsätze gegen italienische Partisanenverbände im oberitalienischen Raum.

Am 1. März 1945 wurde die 188. Reserve-Gebirgs-Division in 188. Gebirgs-Division umbenannt und umgegliedert. In diesem Jahr wurden verschiedene Gruppen mit Sicherungsaufgaben und Einsätzen gegen Partisanen in Kroatien und Istrien ostwärts von Triest, im Raum Postojna beauftragt. Einsatz auch nördlich von Fiume bei Lippe und Clana. Angriffs- und Abwehrkämpfe am Monte Acuto, bei Bisterca und Villa del Nevoso. Durchbruchskämpfe bei Sembie und Herpelie. Die Reste der Division gerieten in jahrelange jugoslawische Gefangenschaft; der Kommandeur Hans von Hößlin wurde von einem jugoslawischen Kriegsverbrecher-Gericht verurteilt und 1947 hingerichtet.

Gliederung[Bearbeiten]

  • Gebirgsjäger-Regiment 901
  • Gebirgsjäger-Regiment 902
  • Gebirgsjäger-Regiment 903
  • Gebirgsjäger-Regiment 904
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 1088
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 1088
  • Nachrichten-Abteilung 1088
  • Divisionseinheiten 1088

Literatur[Bearbeiten]

  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7. Die Landstreitkräfte 131 – 200. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1173-0.