576i

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576i bezeichnet digitale Videoauflösungen mit 576 sichtbaren Zeilen und Zeilensprungverfahren. 576i ist eine typische Auflösung für SDTV.[1] Bei 50 Halbbildern pro Sekunde (576i50) besteht Kompatibilität mit den analogen 625/50-Systemen, d. h. allen PAL- und SECAM-Varianten außer PAL-M. Das Bildformat kann sowohl 4:3 als auch 16:9 betragen. In beiden Fällen sind die Pixel normalerweise nicht quadratisch.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] „PAL“

Aufgrund der Kompatibilität zu den analogen 50-Hertz-Normen wird 576i umgangssprachlich auch als „PAL“ bezeichnet, z. B. bei einer „PAL-DVD“. Dies führt jedoch zu Begriffsverwirrung, da PAL kein Bildformat, sondern ein analoges Farbkodierverfahren ist, welches die Farbinformationen als feine Muster in das Schwarzweißsignal schreibt. [2] Ein solches Verfahren kommt im digitalen Bereich jedoch gewöhnlich nicht zum Einsatz. Eine Ausnahme bildet ein analoges PAL-Signal, welches zur späteren Weiterverarbeitung mit der vierfachen Farbhilfsträgerfrequenz gesampled und in diesem Format auf Band gespeichert wurde. Im Normalfall werden jedoch die Helligkeitswerte und die Farbdifferenzsignale getrennt voneinander gespeichert.

[Bearbeiten] Kompatibilität zu analogem Signal

Die Norm CCIR 601 definiert unter anderem ein 576i-Format mit 720 Pixeln pro Zeile und 13,5 MHz Pixeltakt. Genau wie beim analogen FBAS-Signal beträgt die Halbbildfrequenz hier 50 Hz und die Zeilenfrequenz 15.625 Hz. Der aktive Bereich einer Zeile ist jedoch mit 53⅓ µs etwas länger als der des analogen Signals mit 52 µs. Diesem entsprächen genau 702 Pixel. Des Weiteren hat das FBAS-Signal nur 575 sichtbare Zeilen, d. h. 574 ganze Zeilen und je eine halbe Zeile rechts oben und links unten.

Ein FBAS-Signal kann somit ohne weitere Format- oder Timinganpassungen digitalisiert werden, z. B. wenn das Programm eines analogen Senders digital weitergesendet oder wenn eine VHS-Kassette auf DVD kopiert werden soll.

Umgekehrt kann ein 576i-Video auch in ein FBAS-Signal umgewandelt werden, um es auf einem PAL- oder SECAM-Fernseher anzuzeigen oder mit einem Fernsehsender analog auszustrahlen. Hierbei gibt es jedoch Verluste, insbesondere wenn das Video von vornherein digital produziert wurde: Die etwas breiteren Zeilen müssen dann beschnitten und die zusätzlichen zwei halben Zeilen entfernt werden. Ferner kommt es zu Cross-Color- und Cross-Luminance-Artefakten im Bild. Auch wird die Farbauflösung vermindert: so lässt z. B. bei PAL der Farbhilfsträger nur 230 Pixel Farbinformation pro Zeile zu, und auch in Y-Richtung wird die Farbauflösung sowohl bei PAL als auch bei SECAM durch das Mischen je zweier Zeilen halbiert. Sinnvoller ist daher, wannimmer möglich ein RGB-Signal zu erzeugen und via Componenten-Kabel in den Fernseher einzuspeisen, da auf diese Weise die genannten Nachteile entfallen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1.  Ulrich Freyer: Nachrichten-Übertragungstechnik: Grundlagen, Komponenten, Verfahren und Systeme der Telekommunikationstechnik. 1 Auflage. Hanser, 2009, ISBN 978-3-446-41462-4, S. 344.
  2.  Ulrich Schmidt: Professionelle Videotechnik. 5 Auflage. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-642-02506-8, S. 103.
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