AT-10 Stabber

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AT-10 Stabber

TulaStateArmsMuseum2013-23.jpg

Allgemeine Angaben
Typ: Panzerabwehrlenkwaffe
Heimische Bezeichnung: 9K116
NATO-Bezeichnung: AT-10 Stabber
Herkunftsland: Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion / RusslandRussland Russland
Hersteller: Konstruktionsbüro für Gerätebau
Entwicklung: 1970er
Indienststellung: 1983
Einsatzzeit: im Dienst
Technische Daten
Länge: 9M117: 1,05 m
9M117M: 1,14 m
9M117M1: 1,18 m
Durchmesser: 100 mm
Gefechtsgewicht: 9M117: 25 kg
9M117M: 27,5 kg
9M117M1: 28 kg
Spannweite: 255 mm
Antrieb: Feststoffraketentriebwerk
Geschwindigkeit: 370 m/s
Reichweite: 9M117: 3.000 m
9M117M: 4.000 m
9M117M1: 5.000 m
Ausstattung
Lenkung: SACLOS via Laser
Gefechtskopf: 9M117: 4,5-kg-Hohlladung
9M117M: Hohlladung
9M117M1: Tandemhohlladung
Zünder: Aufschlagzünder
Waffenplattformen: T-55 Kampfpanzer, MT-12-Panzerabwehrkanone, BMP-3-Schützenpanzer
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Die AT-10 Stabber ist eine kanonenverschossene Panzerabwehrlenkwaffe aus russischer Produktion. Der GRAU-Index lautet 9K116. Die Lenkwaffen tragen die Bezeichnung 9M117, 9M117M und 9M117M1.

Entwicklung[Bearbeiten]

Das System AT-10 wurde als Lenkwaffe für Kampfpanzer und Schützenpanzer konzipiert. Die Systementwicklung beim Hersteller KBP in Tula begann Mitte der 1970er-Jahre. Die ersten Exemplare wurden 1983 an die sowjetischen Streitkräfte ausgeliefert.

Technik[Bearbeiten]

Die AT-10-Lenkwaffen werden aus herkömmlichen 100-mm- und 115-mm-Kanonen von Kampfpanzern abgefeuert. Eine Ausstoßladung treibt die Lenkwaffe aus dem Kanonenrohr. Unmittelbar nach dem Verlassen des Rohres zündet der Raketenmotor und beschleunigt die Lenkwaffe auf die Marschfluggeschwindigkeit. Die Steuerung der Lenkwaffe erfolgt mittels eines vom Zielfernrohr 1K13 ausgesendeten Laserleitstrahles (Beam Rider Verfahren). Der Laserleitstrahl stellt ein moduliertes und kodiertes Bündel von Einzelstrahlen dar, die gemeinsam ein von der Lenkrakete lesbares Koordinatensystem bilden, mit dessen Hilfe in der Lenkrakete die Lenkkorrekturen errechnet werden. Eine Flugdistanz von 4.000 m legt die Rakete in etwa 12 Sekunden zurück. Der Sprengkopf der Lenkwaffe besteht aus einer Hohlladung bzw. Tandemhohlladung.

Varianten[Bearbeiten]

  • 9K116 Kastet Version für MT-12-Panzerabwehrkanone (PAK).
    • Patrone 3UBK10 mit 9M117-Lenkwaffe. Reichweite 3.000 m, Panzerdurchschlag 275–500 mm RHA.
    • Patrone 3UBK10M mit 9M117M-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 4.000 m, Panzerdurchschlag 500–550 mm RHA.
    • Patrone 3UBK23 mit 9M117M1-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 5.000 m, Panzerdurchschlag 550–650 mm RHA.
  • 9K116-1 Bastion: Version für T-55AM-Kampfpanzer.
    • Patrone 3UBK10-1 mit 9M117-Lenkwaffe. Reichweite 3.000 m, Panzerdurchschlag 275–500 mm RHA.
    • Patrone 3UBK10M-1 mit 9M117M-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 4.000 m, Panzerdurchschlag 500–550 mm RHA.
    • Patrone 3UBK23-1 mit 9M117M1-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 5.000 m, Panzerdurchschlag 550–650 mm RHA.
  • 9K116-2 / 9K118 Schexna: Version für T-62M-Kampfpanzer. Siehe AT-12 Swinger
    • Patrone 3UBK10-2 mit 9M117-Lenkwaffe. Reichweite 3.000 m, Panzerdurchschlag 275–500 mm RHA.
    • Patrone 3UBK10M-2 mit 9M117M-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 4.000 m, Panzerdurchschlag 500–550 mm RHA.
    • Patrone 3UBK23-2 mit 9M117M1-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 5.000 m, Panzerdurchschlag 550–650 mm RHA.
  • 9K116-3 Basnja: Version für BMP-3-Schützenpanzer.
    • Patrone 3UBK10-3 mit 9M117-Lenkwaffe. Reichweite 3.000 m, Panzerdurchschlag 275–500 mm RHA.
    • Patrone 3UBK10M-3 mit 9M117M-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 4.000 m, Panzerdurchschlag 500–550 mm RHA.
    • Patrone 3UBK23-3 mit 9M117M1-Lenkwaffe mit Tandemhohlladung, Reichweite 5.000 m, Panzerdurchschlag 550–650 mm RHA.

Weblinks[Bearbeiten]