Abbinden (Medizin)
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Beim Abbinden wird die Blutversorgung in einem Arm oder Bein durch einen zirkulären Verband mit starkem Druck auf die Arterien der Extremität unterbunden.
Der Sinn des Abbindens besteht darin, einen lebensgefährlich hohen Blutverlust (Hämorrhagischer Schock) zu verhindern. Es gibt jedoch nur sehr wenige Fälle, in denen keine anderen Möglichkeiten zur Blutstillung bestehen. Da das Abbinden auch bei korrekter Durchführung mit erheblichen Risiken (Nervenschäden, Verstärken der Blutung bei ungenügendem Druck) einhergeht, handelt sich um ein Mittel der letzten Wahl in der Notfallmedizin. Eine einmal abgebundene Extremität ist aufgrund der Gefahr von Thrombenbildungen nur noch vom Arzt zu öffnen.
Die vorzuziehende Maßnahme zur Blutstillung ist die manuelle Kompression des blutenden Gefäßes oder das Anlegen eines Druckverbands.
[Bearbeiten] Quelle
- Madler, Jauch, Werdan, Sigrist, Pajonk (Hrsg.): Das NAW-Buch. Urban & Fischer bei Elsevier; 3. Auflage 2005. ISBN 978-3437225109
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