Vitalis und Agricola

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Vitalis und Agricola, zu Seiten Christi, Relief, Ss. Vitale e Agricola in Arena Bologna, Außenfassade (8. oder 12. Jh.?)

Vitalis von Bologna und Agricola von Bologna sind zwei Heilige der römisch-katholischen Kirche. Sie gelten als Märtyrer.

Vita[Bearbeiten]

Martyrium des Agricola, Fresco zu Bologna (16. Jh.)

Agricola war ein christlicher Adliger in Bologna, Italien. Während der Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian wurde er gefangengenommen, weil er seinen Sklaven Vitalis zum Christentum bekehrt und anschließend als libertinus freigelassen hatte. Ihr Tod erfolgte etwa um das Jahr 300 (304?) im Amphitheater, zuerst Vitalis, dann Agricola am Kreuz.

Verehrung, Ikonographie und Patrozinien[Bearbeiten]

Ihr Gedenktag, Sancti Vitale et Agricolae in Arena, ist der 4. November[1] (am selben Tag wird auch Vitalis von Mailand in Ravenna verehrt), auch 17. Juli[2]. Für den Gedenktag der Übertragung der Reliquien nach Nájera in Spanien[3] werden auch der 27. November und 29. April genannt.[4]

Ihre Heiligenattribute sind beide mit einer Hand in der Hand, da Vitalis am Kreuz „so vielfach durchstochen [wurde], dass er mehr Wunden als Glieder hatte.“, und Agricola später die Leichenteile seines Gefährten an sich nahm, um sie als Reliquie weiterzugeben.[4]

Vitalis-und-Agricola-Kirchen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vitalis von Bologna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Agricola von Bologna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angabe im Martyrium Romanum XVI. 224, zitiert nach Vollständiges Heiligen-Lexikon
  2. Angabe im Boll. IV. 204., zitiert nach Vollständiges Heiligen-Lexikon
  3. vergl. Antonino M. Pérez Rodríguez: Viajar después de muerto al servicio del poder. Trasiego de reliquias en el libro III de la Crónica Najerense. B) La traslación de las reliquias de los santos más insignes. In: Viajar en la Edad Media. XIX Semana de Estudios Medievales, Nájera, 4 al 8 de agosto de 2008, Biblioteca Gonzalo de Berceo, La Rioja, ISBN 978-84-96637-61-0. Weblink, Volltext Webdokument: www.vallenajerilla.com/berceo/antoninoperez/fundacionsantamarialareal.htm, vallenajerilla.com (Wikipedia Spamschutzfilter), span. (mit blockierbarem Popup, abgerufen 2. Dezember 2011)
  4. a b zitiert nach Vollständiges Heiligen-Lexikon (abgerufen 2. Dezember 2011)