Al-Amīn (Abbaside)

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Abū Mūsā Muhammad ibn Hārūn al-Amīn (arabisch ‏أبو موسى محمد بن هارون الأمين‎, DMG Abū Mūsā Muḥammad ibn Hārūn al-Amīn; * 787; † 813) war der sechste Kalif der Abbasiden (809–813).

Al-Amīn war der Sohn von Harun ar-Raschid (reg. 786–809) und Zubaida, einer Nichte von al-Mansūr. 792 ließ Hārūn al-Amīn zum ersten Mal als Thronfolger huldigen. Während der Wallfahrt des Jahres 802 wurde diese Thronfolgeregelung noch um verschiedene Punkte erweitert und darüber ein Protokoll angefertigt, das in der Kaaba in Mekka niedergelegt wurde. Demnach sollte al-Amīn ihm als Kalif nachfolgen und die arabischen Reichsgebiete regieren, während dem Sohn Al-Ma'mūn die iranischen Gebiete mit Chorassan und Transoxanien überlassen wurden. Außerdem wurde Al-Ma'mūn als Nachfolger von al-Amīn festgelegt.

Nach der Machtübernahme von al-Amin ibn Harun ar-Raschid kam es bald zu Spannungen mit dem Bruder, als er die vereinbarte Thronfolge al-Mamuns umgehen und seinen minderjährigen Sohn als Nachfolger designieren wollte. Außerdem versuchte al-Amin, wie schon al-Hadi (785–786), mit Hilfe von al-Fadl ibn ar-Rabi den Einfluss der Iraner zurückzudrängen, da diese vor allem mit al-Mamun sympathisierten.

Zum Ausbruch des Bürgerkriegs kam es, als al-Amin 811 mit einem Heer in den Iran vorstieß, aber bei Rayy von al-Mamuns General Tahir besiegt wurde. Diese Niederlage und der folgende Rückzug führte zu Unruhen in Bagdad. Vor allem die unteren Bevölkerungsschichten wandten sich dabei gegen den großen Einfluss der Iraner in der Reichsverwaltung. Trotz einiger Niederlagen konnte Tahir 813 Bagdad besetzen und al-Amin stürzen.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Hārūn ar-Raschīd Kalif der Abbasiden
809–813
al-Maʾmūn