Alejandro Ramírez

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Schachspieler Alejandro Ramírez. Zum Radrennfahrer siehe Alejandro Ramírez Calderón.
Alejandro Ramírez Álvarez in Wiijk aan Zee 2005

Alejandro Ramírez Álvarez (* 21. Juni 1988 in San José (Costa Rica)) ist ein costa-ricanischer Schachspieler. Seit Dezember 2010 spielt er für die United States Chess Federation.

Ramírez lernte Schach bereits als Vierjähriger. 1998 gewann er die pan-amerikanische Meisterschaft U10, im Alter von neun Jahren wurde er FIDE-Meister, als 13-Jähriger verlieh ihm die FIDE den Titel Internationaler Meister. Bald darauf wurde er von costa-rikanischen Unternehmen finanziell unterstützt und erhielt von der Universität San José eine private Schulausbildung, um sich gänzlich dem Schach widmen zu können.

2002 spielte er erstmals für Costa Rica bei der Schacholympiade in Bled und sorgte durch ein Remis gegen den russischen Weltelitespieler Alexander Morosewitsch für Aufsehen. 2004 wurde er Großmeister, nachdem ihm im vorigen Jahr Großmeisternormen in Santo Domingo, Havanna und beim Zonenturnier in Guayaquil, das er gemeinsam mit dem Kubaner Leinier Domínguez gewann, gelungen waren. Ramírez war damals nach Sergei Karjakin der zweitjüngste Großmeister der Welt. Er gewann 2004 das Zonenturnier in San José (Costa Rica) und qualifizierte sich zur FIDE-Weltmeisterschaft im K.-o.-System in Tripolis im gleichen Jahr. Dort schied Ramírez in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Rustam Kasimjanov erst nach Schnellschachstechen aus, das Match endete regulär 1:1.

Ramírez, der einzige Großmeister Costa Ricas, gilt neben den Kubanern Leinier Domínguez und Lázaro Bruzón als die größte Nachwuchshoffnung im Schach Mittelamerikas. Bis zu seinem Wechsel zum US-amerikanischen Schachverband führte er die Elo-Rangliste Costa Ricas mit großem Vorsprung an. Seine aktuelle und bisher höchste Elo-Zahl beträgt 2594 (Stand September 2011).

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